Eine Ostergeschichte

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Es begab sich vor ein paar Tagen, dass mir meine Schwester mein Bruder* ein Foto zuschickte und mich fragte, was auf dem Bild nicht in den Kühlschrank gehöre. Das war natürlich klar erkennbar und ich rief sie ihn gleich an und teilte die richtige Lösung mit.

Besuch im Kühlschrank


Jedenfalls war das der Tag, an dem dieser kleine blinde Passagier ein neues Zuhause fand. Nicht mehr versteckt und untergetaucht in irgendeinem Salatkopf, sondern jetzt durfte dieses kleine herzige Lebewesen ein freudvolles Leben im Hellen führen.

Wegen ihrer schönen Streifen oder wegen ihrer hübschen Augen wurde sie auf den Namen Wilhelmine getauft und lebte fortan gut gefüttert in der Küche weiter. Sie bekam Erdbeeren, Salat und alles, was sie sich so wünschte.

Wilhelmine isst (s. Erdbeere) und verdaut (s. Teller auf 12 Uhr)

Mit der Zeit wurde sie auch zutraulicher und fing an, sich mehr und mehr zu bewegen. Sie zog sich nicht mehr so scheu in ihr sprichwörtliches Schneckenhaus zurück, sondern erkundete munter und lustig die Gegend. Man gab ihr jetzt zur Osterzeit auch Eierschalen, die sie unbedingt brauchte um ihre Knochen ihr Häuschen ausbauen zu können.

Und heute morgen, pünktlich zum Ostersonntag, bekam sie sogar noch einen Spielkameraden, damit sie sich nicht so einsam fühlte. Ich erhielt nämlich soeben ein Foto von den beiden mit den Worten „Wilhelmine und ihr neuer Kamerad wünschen schöne Ostern!“

Wie’s Wilhelminchen süß gucken kann!

Dem kann ich mich nur anschließen und wünsche euch allen auch schöne Ostern!

*Ich musste ihr versprechen, dass sie unerkannt bleibt. Warum auch immer…

1 Kommentar

  1. Hehe eine Schnecke im Kühlschrank,hab ich auch noch nicht erlebt,aber ist mal etwas anderes.
    Sie sieht aber auch wirklich schön aus und finde es toll das sie langsam zu traulicher geworden ist.
    lg hexe1979

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