Gestern abend machte ich eine grausame Entdeckung: die Fischstäbchen, die ich in meiner Verzweiflung bedingt durch Ideenlosigkeit zum Dinner zubereitete, lebten noch!

Als ich in den Backofen sah um zu kontrollieren, ob die Teile schon angebrannt sind oder nicht, staunte ich nicht schlecht. Die Dinger hatten Atmung, Puls, Herzschlag und wasweißich. Ich habe natürlich gleich ein Beweisvideo gedreht (s.u.).

Die Dinger leben ja noch!
Fischstäbchen – momentan noch ganz harmlos


Man konnte genau beobachten, wie das eine Stäbchen seelenruhig pennte, während das andere einen rasenden Puls hatte und das nächste hyperventilierte. Auch meine Tochter war von den Socken.

Ich denke, jetzt muss das Standardwerk „Brehm’s Tierleben“ ergänzt werden um die Spezies Fischstäbchen und man sollte generell mal die Bedingungen überdenken, unter denen Fischstäbchen gehalten werden.

Zuerst sitzen sie in bunt bedruckten Schachteln eng beieinander wie Hühner in der Legebatterie (aber komisch, hier sagt keiner was vom Tierschutz!) und dann werden sie ohne sich aklimatisieren zu können Temperaturen von bis zu 230° C ausgesetzt. Dass man da Schnappatmung bekommt, ist ja kein Wunder!

Zeigt das Video bloß nicht euren Kindern. Es könnte sonst sein, dass sie entweder nie wieder Fischstäbchen von Käpt’n Ahab haben wollen oder aber dass sie zukünftig ein süßes paniertes Haustier halten möchten. Hält man die dann eigentlich im Aquarium oder im Käfig???


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