Sonntag ist’s, Schnee liegt zumindest noch sichtbar rum, ein paar Kilometer außerhalb soll es heute gar spiegelglatte Straßen geben und wir sind relativ spät aufgestanden und hatten Lust auf ein schönes Frühstück.

Also habe ich in meinen Hirnregionen nach originellen Frühstücksideen gesucht und dann fiel mir das wieder ein, was ich vor ein paar Tagen auf einem Blog entdeckt habe, dessen Name mir wiederum nicht mehr einfällt. Jaja, ich weiß, die digitale Demenz frei nach Manfred Spitzer lässt grüßen.


Aber an das, was für uns jetzt wichtig war, erinnerte ich mich durchaus noch. Man braucht Toastbrotscheiben, Bacon, Eier, Butter, ein Blech mit Mulden für Muffins und meiner heutigen Erfahrung nach viel Küchenkrepp.

Darüber hinaus benötigte ich noch 1 Mandarine, 1/2 rote Paprika und 1/2 Apfel zur frischen Tellerranddeko und für den vormittäglichen Vitaminschub. Und natürlich Salz, Pfeffer, süßen Paprika, wer mag auch Cayenne oder andere etwas schärfere Gewürze.

Dann fangen wir mal an. Wir nehmen 4 Scheiben Toasbrot (für 2 Personen) und bestreichen diese jeweils dünn mit Butter. Dann schneiden wir die Scheiben diagonal bis 3 cm vor der Mitte von jeder Ecke aus ein, aber nicht durch. Diese eingeschnittenen Toasbrotscheiben werden jetzt mit der Butterseite nach unten in die Muffinmulden drappiert. Am besten so, dass sich die Ecken ein wenig überlappen. Es soll so eine Art Näpfchen oder Körbchen entstehen.

Dann legen wir in jedes Toastbrotnäpfchen 2 halbe Scheiben Bacon über Kreuz. Darauf lassen wir dann in jedes Näpfchen 1 Eichen glibbern. Ich hatte Eiergröße M, das war definitiv too much für die zur Verfügung stehende Körbchengröße. Also hier lieber auf kleinere Eier zurückgreifen oder aber den überglibbernden Eiweißschlabber gleich entfernen, z. B. mit viel Küchenkrepp…

So, mittlerweile ist der Backofen auch auf 190° C aufgeheizt, dann rein mit dem Muffin-Spiegeleier-Toastbrotblech und ca. 20 Minuten backen. Je nach Ofen kann das auch schon mal kürzer oder länger dauern. Also hin und wieder einen Blick riskieren schadet nichts und sobald das Ei gestockt ist sind die Dinger fertig.

In der Zwischenzeit kann man das Obst und Gemüse vorbereiten, in mundgerechte Stückchen schnippeln oder zerteilen und sich kreativ auf dem Tellerrand austoben. Sobald die Eiernester fertig sind holt man das Blech aus dem Backofen, verbrennt sich noch ein paarmal die Finger, wenn man versucht, die Teile auf den Teller zu bugsieren, aber dann ist alles gut. Würzen mit Salz, Paprika, Pfeffer, Cayenne usw. nicht vergessen.

Schnell noch fotografieren, dann das Kind rufen mit der allerliebsten Mutterstimme „Schahatz, Früüüüüühstück ist fertig!“ und dann sind die Spiegeleinester auch schon auf essbare Temperatur abgekühlt.

Es hat geschmeckt und vielleicht werden wir es eines Tages auch wieder machen, wenn ich Eiergröße S im Hause habe. Oder genügend Küchenkrepp… oder Lust auf übergelaufenes rohes Eiweiß. Aber geschmeckt hat es wirklich!

Ich könnte mir das übrigens auch gut als Partyhäppchen vorstellen. Zwei Zwölferbleche gefüllt mit den Eiernestern und man hat eine leckere Kleinigkeit, die bestimmt gut ankommt!

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