Heute am Martinstag war genau das richtige Wetter, um daheim mal wieder ein wenig zu werkeln. Vormittags wurde gebacken und nachmittags habe ich dann endlich mal meine neuen Wandsticker in Angriff genommen. Aber von vorne…

Aufmerksame LeserInnen wissen ja, dass ich so um Pfingsten herum die Küche gestrichen habe. Eine Wand, nämlich die hinter der Lieblingsküchenbank meiner Tochter, wurde in zartem hellblau gestrichen, der Rest weiß. Jetzt habe ich schon dauernd überlegt, was man an die hellblaue Wand hängen könnte, damit sie nicht so kahl wirkt. Irgendwas fürs Auge sollte da noch hin.

Kahle Wand in der Küche


Also habe ich mich auf die Suche gemacht, erst Ideensuche, dann beschlossen, dass ich jetzt eigentlich keine Nägel in die Wand klopfen, geschweige denn schwere Ölschinken mit großen Haken aufhängen möchte. Irgendwo sah ich dann auf anderer Leute Blogs, wie gut Wandtattoos aussehen können und dachte mir, das wäre doch was für die Küche!

Gedacht, getan – ich stöberte im Netz und fand jede Menge, sowohl schöne als auch für meinen Geschmack weniger schöne Abziehbilder für die Wand. Da man diese Zierde ja irgendwann, wenn man genug davon hat, wieder entfernen kann, kann man ruhig auch mal etwas gewagtere Motive ausprobieren. Wenn man will.

Ich wollte aber Winter, Weihnachten, Eis, Schnee, Glitzer – irgendetwas in dieser Richtung und fand dann auch ansprechende Motive für die Wand, die die von mir gewünschte Stimmung herzaubern können – und zwar hier.

Kurzerhand habe ich dann dort dieses Wandsticker-Set Schneeflocken mitsamt Swarovski Elements bestellt, was dann auch ein paar Tage später bei mir eintraf. Das gibt es in drei unterschiedlichen Größen und man konnte auch eine individuelle Farbe auswählen. Ich habe mich aber für klassisches Weiß entschieden.

Wandstickers, Rakel, Gebrauchsanleitung und 24 Stück Swarovski Elements

Heute nachmittag machte ich mich also ans Werk, legte zur Einstimmung eine CD mit „White Christmas“, „Let it Snow“ und anderen Stimmungsliedern auf und packte erstmal das schlanke Paket aus, in dem die Wandsticker, die Strasssteinchen, eine Gebrauchsanleitung und ein Rakel verpackt waren. Man sollte die Tattoos innerhalb von zwei Wochen anbringen, steht zumindest so in der Gebrauchsanleitung. Vermutlich haften sie dann am besten.

Ausprobieren, wo das Motiv an der Wand positioniert sein soll

Ich habe erstmal die Schneeflocken grob ausgeschnitten, da man mit kleineren Teilen besser arbeiten kann, als wenn es ein größeres Stück ist. Für großflächige Tattoos braucht man unter Umständen auch 1-2 Helfer.

Mit dem Rakel das Motiv festdrücken und glattstreichen

Die Trägerfolie wird dann vom Motiv entfernt, so dass dieses nur noch auf der transparenten Schutzfolie klebt. Dann peilt man die Stelle an der Wand an, auf die das Motiv geklebt werden soll und streicht mit dem Rakel von innen nach außen das Wandmotiv glatt. Ich habe als erstes gleich mal einen hässlichen Dübel mit einer Schneeflocke zugedeckt. Bei so filigranen Motiven wie diesen Flocken finde ich es besser, mit dem Daumen sternförmig nacheinander jeden einzelnen Strahl glatt zu streichen. Wenn das Motiv exakt an einer bestimmten Stelle sitzen soll, ist es ratsam vor dem kleben die genaue Position an der Wand dezent zu markieren, da hinterher keine Korrekturen mehr machbar sind. Aber da Schneeflocken sowieso nicht genau abgemessen mit Maßband und Zirkel hereingeschneit kommen, habe ich hier meinen inneren Zufallsgenerator eingeschaltet und die Flöckchen nach Gutdünken und über den Daumen gepeilt angebracht.

Motiv positionieren

Die erste Schneeflocke war für mich noch eine kleine Herausforderung, aber dann ging es doch recht zügig. Sobald das Motiv an der Wand klebt, zieht man vorsichtig und möglichst langsam die transparente Schutzfolie ab und arbeitet vielleicht noch die eine oder andere Stelle mit den Fingerspitzen nach. Auf Raufasertapete haftet nicht immer alles auf Anhieb total glatt.

Nachdem meine Flöckchen alle an der Wand klebten, habe ich noch die Glitzersteinchen verteilt. Auch hier sollte man ein wenig aufpassen, dass man die Dinger nur dorthin klebt, wo man sie auch haben möchte. Das zweite der Steinchen klebte nämlich versehentlich auf einmal an meiner Fingerkuppe und ich hatte dann so leicht feinmotorische Schwierigkeiten, dieses Kleinteilchen auf die Schneeflocke zu bugsieren – war in Ansätzen so ähnlich wie der Sketch von Loriot mit der Nudel…

Strasssteinchen zum Aufkleben

Aber nachdem ich auch das geschafft hatte und alle 24 Swarovski Elements dann auf den Schneeflöckchen glitzerten, war ich glücklich und zufrieden, rief meine Tochter in die Küche und sie war begeistert! Schön! Sieht aus wie im Winterwonderland! Fragt sich nur, was ich dann im Sommer drüber hänge, damit ich nächsten Winter auch noch etwas von den Schneeflocken habe…

Die fertige Wand mit den Schneeflocken und den glitzernden Swarovski Elements

Jetzt kann der Winter kommen!

 

2 KOMMENTARE

    • Ja, mir gefallen die Schneeflöckchen auch sehr gut, auch wenn sie sich farblich nicht besonders kontrastreich von der Wand abheben. Aber vielleicht genau deswegen!

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