Ich wollte es ja am Wochenanfang nicht glauben, als mein Kind mir erzählte, dass es zum Wochenende hin schneien soll. Sie hatte es in der Schule von Klassenkameraden gehört und ich dachte nur, jaja, wahrscheinlich in den Dolomiten oder so…

Aber sie sollte Recht behalten. Am Freitag hat man wirklich bemerkt, wie es im Laufe des Tages immer kälter wurde, die ersten Leute aus Thüringen haben via Facebook schon ihre Schneeverwehungen veröffentlicht und gegen Abend war es dann doch empfindlich kühl. Aber Schnee? Keine Spur. Zumindest nicht hier in Stuttgart.

Samstagmorgen dann kam das Kind ins Schlafzimmer gestürmt und brüllte mich freudig an „Steh auf! Du musst unbedingt aufsteh’n! Es schneit, wir können heute einen Schneemann bauen!“ Soso, einen Schneemann bauen wenn ein nasskalter Schneeregen vom grauen Himmel klatscht. Na dann mal viel Spaß!

In der Stadt blieb auch so gut wie nichts liegen, aber der Blick auf die Hügel ringsum zeigte spätestens ab Mittag eine klare Tendenz zu weiß. Es schneite immer noch. Mittlerweile nicht mehr so nass und dafür leichter und schwebender.

Ab 15 Uhr waren wir dann beim Schwesterherz hügelaufwärts eingeladen und was sahen unsere ungläubigen Äuglein, als wir mit dem Sechser aus dem Tunnel rauschten und von der Neuen Weinsteige über die Stadt blickten? Na, was wohl? Genau, nichts als Schnee wohin das Auge blickte! Kind flippte direkt vor Freude in der Straßenbahn aus und wollte schon wieder einen Schneemann bauen.

Nach einem guten Kaffee mit mehreren Scheiben Hefezopf machten wir dann oben in Kleinsibirien unseren Rundgang durch die weiße Wüste. Ich war wirklich baff, wieviel von dem kalten, glitzernden Zeug da rumlag. Und wieviel da noch weiterhin runterkam. Und das Ende Oktober!

Kind baute dann mit Tante einen Schneemann und ich knipste Schneebilder, bis mein Akku leider viel zu früh den Geist aufgab. Zum Aufwärmen gab es dann abends noch Rindergulasch mit rohen Kartoffelknödeln, Feldsalat und zum Nachtisch in Bierteig ausgebackene Apfelküchle mit Vanilleeis. Sehr lecker, aber leider ohne Foto. Nur vom Digestif, ein Oban um Oban zu bleiben…

  
  

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