Heute habe ich so ein paar Kuriositäten aufgeschnappt, die ich hier einfach mal wiedergeben möchte. Das meiste wohl unter der Rubrik „Kindermund“, das eine oder andere auch frei interpretierbar eindeutig nachgeplappert aus dem Fundus der Alten.

So, fangen wir einfach mal an mit den Filialisten. Heute in der City. Die Kastagnettenbäume werfen mittlerweile ihre Kokosnüsse Kastanien ab und Kinder haben ihre helle Freude daran, die Früchte aufzuheben und zu sammeln. Auch Erwachsene übrigens. Heute war es zu nass zum sammeln, es hatte ordentlich geregnet und die versprochenen altweibersommerlichen 24° C wurden deswegen auch nicht erreicht. Also kickte das Kind die Kastanien und freute sich eben darüber. Auf einmal hörte ich es freudig rufen „Toooor! Wir sind im Halbfiliale!“ – nun denn, dann schau’n wir mal wie die Filialisten abschneiden!

Kind erzählte mir heute von der Schule und der besten Freundin. Eben jene kommt aus einem „normalen“ Ein-Kind-Elternhaus, sprich es gibt Mama, Papa und Kind. Alles ordentlich. Papa ist erdverbunden und Handwerker, Mama ist luftig und Sozialpädagogin! und Kind ist Naturkind und spielt am liebsten im Matsch. Manchmal aber auch nicht im Matsch, sondern drinnen. So zum Beispiel heute, weil es draußen geregnet hat. Sie spielten Mama, Papa, Kind oder so ähnlich. Jedenfalls gab mir dann zu denken, dass eben jenes Naturkind die eifersüchtige Ehegattin mimte und laut Erzählungen wohl laut ausschrie „Dann geh doch zu deiner alten Rutsche!“… äh, sagte ich eigentlich schon, dass die Mutter Sozialpädagogin ist und versucht anderen Leuten in schwierigen Situationen ein Vorbild zu sein?

Gleiches Kind, gleiche Mutter. Wollte doch das Kind mal in seiner Freizeit bei den Kunstmalern aktiv sein, durfte es nicht. Sehr zum eigenen und zum Leidwesen meines Kindes, da sie doch befreundet sind. Wollte das Kind mal sportlich aktiv sein, durfte es auch nicht. Auch hier wieder zum Leidwesen meines und des anderen Kindes. Wollte dieses andere Zwerglein mal lernen Flöte zu spielen, so durfte es nicht. Weil es zuviel der Planung bedürfe, wenn das Kind im Anschluss an den Unterricht noch ein paar Töne auf der C-Blockflöte mit deutscher Griffweise lernt. Nicht nur zuviel Planung verlangt es, nein, das Flöte spielen macht außerdem noch dumm. Muss man das verstehen? Ach, sagte ich schon, dass die Mutter Sozialpädagogin ist und anderen Leuten bei schwierigen Situationen versucht zu helfen?

Wenn ich jetzt noch über das Vokabular und die Redewendungen dieses rehäugigen, unschuldig dreinschauenden Zwerges schreibe, dann fallen wohl außer mir noch einige andere vom Glauben ab. Soviel Fäkalsprache allerunterster Schublade wie von diesem armen Wesen habe ich weiß Gott noch nicht von einem Kind im Grundschulalter vernommen. Hatte ich es schon erwähnt, dass die Eltern ganz biedere Leute sind? Er Handwerker und sie Sozialpädagogin?

 

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