Manchmal überlege ich mir, ob wir heutzutage die Kinder nicht viel zu sehr verwöhnen. Ich musste erst heute wieder daran denken, wie früher unser Kinderzimmer beschaffen war und wie das meiner Tochter heute ausgestattet ist.

Ich durfte mir früher mit meiner Schwester ein knapp 10 Quadratmeter großes Zimmer teilen. Dass hier die Betten nicht einzeln rumstanden, dürfte klar sein. Wir hatten ein Stockbett, ich als ältere schlief oben und meine Schwester musste im wahrsten Sinne des Wortes unter mir leiden.

Manchmal unbeabsichtigt, nämlich dann, wenn es mir schlecht wurde und ich nicht schnell genug aus dem ersten Stock klettern konnte – vielleicht auch nicht wollte – und der Schwall dann den Weg über die Wand machte und dabei das wortwörtlich abwaschbare Tapetenmuster mit sich riss. Und manchmal wenn ich sie piesacken wollte und mit ihr das Spiel spielte, wie zäh mein Spuckefaden wohl sein würde. Was, ihr kennt das nicht?

Ganz einfach, die obere Matratze, also in diesem Fall meine, wird am Kopfende nach hinten geklappt. Dafür braucht man schon eine Menge Kraft. Und dann schaut man durch das Lattenrost auf die unten liegende Schwester und lässt die Spucke langsam ab, um sie kurz bevor sie fliegt wieder nach oben zu ziehen. Ganz einfach und macht Spaß. Zumindest dem, der oben ist… Schwesterherz wirft mir unter anderem heute noch vor, dass ich das nicht immer ganz im Griff hatte.

Gut, wir hatten zwar ein kleines Zimmer, aber meistens viel Spaß und für unser Empfinden auch jede Menge Spielzeug. Das war dann in einem großen Karton unterm Bett verstaut, so eine Art Bettkasten in recyclebarer Form. Da lag dann wirklich alles bunt durcheinander und zum Aufräumen musste man einfach nur alles da rein schmeißen. Super einfach!

Außer uns beiden wohnten auch noch 1-6 Meerschweinchen in unserem Zimmer. Erst war es eines und nach ein paar Wochen waren es plötzlich 6. Komisch. Obwohl ich die Susi, als sie immer dicker wurde, täglich einen anstrengenden Parcours absolvieren ließ…

Heute ist es so, dass meine Tochter allein ein ca. 16 Quadratmeter großes Zimmer bewohnt. Außer ihr wohnt noch ein Klavier darin, ein Krokodil und ein schwarzer Panther, aber keine Geschwister. Das Zimmer war eigentlich nur leer und aufgeräumt, als wir es frisch gerichtet haben. Erstmal gestrichen und dann nach und nach die Möbel besorgt. Bei den Möbeln denke ich manchmal, da hätte ich vielleicht besser auf ein System zurückgreifen sollen, auch wenn ich nicht so ein großer Freund von Systemmöbeln bin. Aber praktisch sind sie, weil sie eben jeden Zentimeter ausnutzen und man so viel Stauraum hat und gut Ordnung halten kann.

Momentan ist es, wenn es aufgeräumt ist, zwar recht gemütlich bei Töchterlein im Zimmer, aber dadurch, dass die Möbel außer farblich nicht wirklich aufeinander abgestimmt sind, fehlt auch immer mehr der Platz. Wenn ich heute nochmal vor die Aufgabe gestellt würde, ein Kinderzimmer einzurichten, dann würde ich in einem Möbelhaus schauen. Oder vielleicht auch bei einem Möbeldiscounter wie Roller, mit über 100 Filialen in Deutschland. Möbel für Kinderzimmer bei Roller findet man sowohl online als auch in einer Filiale in der näheren Umgebung. Bei uns wäre das jetzt Roller in Ludwigsburg, sozusagen sowieso die Standardrichtung für unsere immer wieder kehrenden Möbelneuanschaffungen.

Mit aufeinander abgestimmten Kinder- und Jugendzimmern lässt sich mit Sicherheit mehr Stauraum schaffen als wenn man sich die Möbel alle einzeln anlacht, so wie wir es gemacht haben.

3 KOMMENTARE

  1. Boah, du warst ja fies zu deiner Schwester 😉 Meine große Schwester schlief auch oben, aber die war ganz lieb. Eigentlich hatte sie mehr unter mir zu leiden, denn ich hab nachts immer lauthals nach meiner Mutter geschrien (so wie meine Tochter nun nach mir). Die Schwester wurde also immer aus ihrem Schlaf gerissen 😉
    Wir bekamen dann aber jeder ein eigenes Zimmer – da war ich 6 Jahre alt und sie 10. Für sie sicherlich ne Erholung *lach*

    • Ich denke, wir waren gleichermaßen ähnlich fies zu einander. Das ist bestimmt ausgeglichen 😉 … ich will ja jetzt nicht allzuviel aus dem Nähkästchen plaudern, ich brauche ja bestimmt nochmal Stoff für einen neuen Blogpost ^^
      Wir bekamen erst ein eigenes Zimmer als ich 14 war und sie entsprechend jünger.

    • Nee, meine Schwester war eigentlich immer ganz umgänglich 😉 Da hab ich ihr das Leben eher schwer gemacht. Dafür konnte sie mich gut ärgern, wenn unser Cousin noch da war – der ist im Alter meiner Schwester und die fandens lustig die Kleine zu ärgern. Geht alles rum (GsD)

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