Das war heute wieder so eine Aktion! Kind wollte mittags an die frische Luft. Ich ließ mich breitschlagen und dachte, ok, ein Stündchen oder so gehen wir raus, dann kann ich anschließend noch ein paar Sachen erledigen.


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Also machten wir uns erstmal so auf unsere übliche Revierrunde Richtung Downtown und Schlossgarten.

Vom Schlossgarten aus wollten wir mal schauen, wie eigentlich jetzt der total zerstörte mittlere Teil aussieht, den man ja im Februar schon mal vorsichtshalber entbaumt hat. Schrecklich sieht’s dort aus, wirklich richtig übel! Ich gehe hier kaum noch hin,weil man sich da sofort Depressionen holt!

Also schnell an dieser Schreckensecke vorbei gelaufen und weiter Richtung untere Anlagen. Kind wollte auf den Spielplatz, Mutter hatte andere Probleme. Und um diese zu lösen, ging es erstmal schnurstracks zum Schloss Rosenstein – nicht ohne vorher das Versprechen abgegeben zu haben, anschließend auf den Spielplatz zu gehen. Ok, ich dachte nicht speziell an diesen Spielplatz, den wir hinter uns gelassen hatten, sondern an einen anderen. Frei nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“.

Nachdem wir erleichtert aus dem Naturkundlichen Museum im Schloss Rosenstein traten, ging es direkt weiter im Rosensteinpark. Mir schwante da so etwas, als sei beim Löwentormuseum auch ein Spielplatz in der Nähe. Und siehe da, es war auch einer in der Nähe, und zwar noch viel besser als der vorherige!

Kind hat sich ausgetobt – klar, nach ungefähr 6-7 km Strecke muss man sich auch mal richtig auspowern! – und anschließend jammerte es über Durst. War auch klar. Also einen Abstecher ins Löwentormuseum bzw. dessen Bistro gemacht und die teuerste Limo meines Lebens geholt. Zwei halbe Liter für insgesamt fünf Euro! Ich hätte ja auch Wasser genommen, aber ich hatte keine Lust schwere Glasflaschen zu schleppen.

Von dort aus überquerten wir auf irgendwelchen serpentinenartigen Fußgängerbrücken irgendwelche verkehrsreichen Straßen und gelangten dann in den Leibfried’schen Garten mit den Überresten der Villa Moser – ein sehr mystischer Ort und unbedingt sehenswert! Nach Einbruch der Dunkelheit scheinen sich da allerdings andere Szenegänger zu treffen…

Nächste Etappe war dann der Wartberg mit dem anlässlich der IGA 1993 angelegten Egelsee und diversen künstlerischen Installationen. Auch dieser Weg war recht kurzweilig und interessant und mein Kind hat nicht ein einziges Mal gemotzt. Ich habe mich schon sehr gewundert!

Von dort aus kam man dann direkt ins neu angelegte Killesberggelände, was jetzt nicht unbedingt schöner als früher ist. Jetzt haben wir eben so eine 0815-Kunstlandschaft mit sanften Rasenhügeln und keinerlei Akzenten. Unterhaltsam fürs Kind waren die kleinen Kanäle mit noch kleineren Wasserfällen, in denen man barfuß durchs Wasser waten konnte, während die Mutter als alt gedienter Packesel alles trug, was nicht nass werden durfte.

Der Himmel wurde allmählich grau und es frischte auf, so dass ich schon Befürchtungen hatte, es käme ein Gewitter. Andererseits aber wollte ich noch ein Stückchen laufen, also verließen wir dann bald den Höhenpark Killesberg und überquerten per Fußgängerbrücke die verkehrsreiche Straße „Am Kochenhof“, um dann durch die noblen Wohnstraßen am Killesberg und in Stuttgarts nörlicher Halbhöhenlage wieder den Heimritt anzutreten.

Am Tazzelwurm, vorbei am Wohnhaus der Familie rund um den Stuttgarter Sportwagen, immer bergab, dann landet man schon irgenwann wieder in dem Revier, wo man sich auskennt. Das soll jetzt nicht doppeldeutig sein, sondern bezieht sich hier lediglich auf die Stuttgarter Topographie. Hier geht es ständig irgendwo berauf oder bergab – ganz wie in San Francisco.

Kleiner Abstecher im Chinesischen Garten Ecke Birkenwald-/Panoramastraße und anschließend über die Panoramastraße hinter dem Komplex des Katharinenhospitals immer mehr Richtung Innenstadt. Ganz zum Schluss haben wir uns noch ein Eis gegönnt, was wir uns ja auch redlich verdient hatten.

Immerhin waren wir zur Mittagszeit, wenn andere Leute normalerweise gerade zu speisen pflegen, aus dem Haus gegangen um nur eine kurze Runde zu drehen. Mit ohne was zu trinken und ohne was zu essen für unterwegs. Und das Kind hat wirklich motzfrei durchgehalten und bestand sogar spätestens seit verlassen des Höhenparks Killesberg darauf, dass wir die ganze Runde zu Fuß gehen und nicht irgendwo einen Bus schnappen! Das will was heißen! Zuhause waren wir dann gegen 18 Uhr.

Jetzt überlege ich schon, welche Ecke wir als nächstes unsicher machen… konstruktive Vorschläge über die Kommentarfunktion erwünscht und erbeten!

 

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