Das habe ich in dieser Art jetzt schon ein paarmal gekocht, immer wieder abgewandelt, je nachdem welches Gemüse gerade verfügbar war und leider immer wieder vergessen es zu fotografieren. Gestern hat es dann mal geklappt – sowohl das kochen als auch das fotografieren.

Also, vor ungefähr 1-2 Jahren erfuhr ich von einer schönen Inderin ein Rezept, während wir beide auf unsere Kinder warteten, die irgendwo gemeinsam auf einer Veranstaltung waren. Auf das übliche Problem „was koche ich heute?“ war ihre damalige Antwort, sie mache ein Dal. Aha. Daraufhin erklärte sie mir, was sich hinter Dal verbirgt, nämlich so eine Art indische Leibspeise, die man bei jeder Gelegenheit kocht und die vor allem auch Kinder gerne essen. Außerdem kann man das nach Belieben variieren und überhaupt hat jede indische Familie ihr eigenes Rezept. Also sehr flexibel das ganze, genau richtig für mich.

Dann fange ich mal an. Wir brauchen:

1 große Tasse rote, orangefarbene oder gelbe Linsen – je nach farblichen Vorlieben
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 Schote Paprika – auch hier Farbe nach Geschmack
2 große Tomaten
2-3 Frühlingszwiebeln
Öl oder Kokosfett
Gewürze wie

  • Ingwer
  • Salz 
  • Pfeffer
  • Chilli
  • Garam Masala
  • Koriander
  • Kreuzkümmel
  • Piment



etwas Joghurt, saure Sahne oder Schlagsahne nach Belieben
1 große Tasse Jasminreis oder Basmatireis

Und dann geht’s los. Zwiebel schälen, würfeln und in dem Öl oder Kokosfett glasig dünsten. Dann den gewürfelten Paprika dazu geben, kurz mit dünsten und gleich darauf die Linsen mit der gleichen Menge Wasser dazu geben, d. h. 1 Tasse Linsen und 1 Tasse Wasser. Kann man ja später nach Belieben noch etwas auffüllen. Die Tomaten entstrunken und würfeln, ganz fleißige schälen sie vorher noch, ich aber nicht. Dann die Tomatenwürfelchen dazu geben und die Mischung bei geringer Hitzezufuhr vor sich hin köcheln lassen. Immer wieder mal rühren.

Inzwischen den Reis aufsetzen. Ich mache immer 1 Teil Reis mit 2 Teilen Wasser und lasse ihn quellen. Auch kommt bei mir nie Salz dazu, das ist nachher ausreichend im Linsengericht. Während der Reis gart schneide ich den Knoblauch und die Frühlingszwiebeln in kleine Scheibchen und gebe sie zu den Linsen. Gewürzt wird dann mit frischem klein gehacktem Ingwer oder Ingwer aus der Streudose, Pfeffer, Chilli nur bei der kinderlosen Variante, Garam Masala, Koriander, Kreuzkümmel und/oder Piment. Mit den Gewürzen kann man variieren, je nachdem was gerade so auffindbar ist. Garam Masala aber macht das ganze indisch. Mit Salz, Pfeffer und Essig wird es dann eher schwäbisch… Salz bitte erst ganz zum Schluss dazu geben, wenn die Linsen schon gar sind. Sonst werden die Linsen niemals weich! Das kenne ich schon aus eigener Erfahrung.

Wer mag, kann die Linsen noch mit einem Schuss Joghurt, saurer Sahne oder Schlagsahne verfeinern. Wer nicht mag, lässt es bleiben und hat damit dann ein leckeres veganes Gericht.

Und siehe da, auch meiner Tochter schmeckt das ausgezeichnet! Sie bringt dann solche Kommentare wie „Dafür bekommst Du 1.000 Sterne, auch wenn es aussieht wie gek**zt!“ – Das sind doch die Sätze, die man gerne hört und die einen immer wieder motivieren, auch am nächsten Tag wieder etwas zum Essen zu machen!

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