So, nachdem ich mich heute weitgehend von den Strapazen der letzten Tage erholt habe, kommen hier noch ein paar Nachzüglerbilder vom – na, von was schon!? – ja, richtig, vom 34. Heusteigviertelfest. So langsam traue ich mich kaum noch, dieses Wort zu schreiben. Aber andererseits will man ja auch nicht 20 km lange Blogposts dichten, insofern ist die Aufteilung in Etappen ganz sinnvoll.

Also, gestern war ja dann noch dieses Heusteigviertelfest und es war ziemlich heiß den ganzen Tag. Wir erinnern uns. Ich habe dann noch ein paar Impressionen aus der Vogelperspektive geschossen und gegen abend sind wir dann nochmal raus gegangen.

Der Hunger lockte uns nach draußen und ich wollte sowieso mal endlich die Maultaschen von Erna & Co. probieren. Die hatten einen Stand auf dem Mozartplatz und ich habe neulich mal von denen gehört, als ich mir einen Beitrag vom SWR anschaute, in dem eben Erna & Co. mit den Maultaschen und anderen schwäbischen Spezialitäten und Martha’s im Königsbau vorgestellt wurden.

Also, die Maultaschen und der Kartoffelsalat sehen nicht schlecht aus und dafür, dass es sozusagen Fastfood aus dem Imbisswagen ist, kann man auch nicht meckern. Aber Martha’s Currywürste sind und bleiben der Hammer! Also, ihr lieben Mozartplatzfestlesinitiatoren, versucht doch nächstes Jahr mal die Martha zur Teilnahme zu bewegen! Sagt ihr dann bei der Gelegenheit gleich einen schönen Gruß von mir – immerhin war ich eine der ersten, die über sie gebloggt haben.

So, wir haben dann also die Maultaschen mit Kartoffelsalat vom Mozartplatz wieder zurück transportiert, weil einfach nirgends ein freier Platz war, außer eben vor der Bühne Haus Nr. 15. Ok, Platz genommen und gegessen und dem Himmel zugeschaut, wie er sich allmählich verdüsterte.

Für uns war’s dann sozusagen nur noch ein Katzensprung, als es richtig nach Art der Herren Sodom und Gomorrha dunkelgrau am Himmel wurde. So ziemlich genau 5 Sekunden, bevor es dann auch richtig losging, retteten wir uns ins Hausinnere und rieben uns die Hände, dass wir so ein Glück hatten!

Die anderen mussten vorerst leider draußen bleiben, während wir von oben bereits auf die regendurchnässten Festgäste blicken konnten. Die Gäste, die ja größtenteils alle nicht aus dem Viertel waren, sondern zugereist aus allen Ecken und Enden, fanden dann in verschiedenen Hauseingängen noch Unterschlupf – genau solange, bis sich die Hausbewohner teilweise echauffierten, weil auf einmal Party im Hausflur war. Zu Recht finde ich, zumal das Unterschlupf gewähren nicht gleich mit hemmungslosem Qualmen im Hausflur oder Pinkeln ins Treppenhaus ausgenutzt werden sollte…

Auch die Band war so frei und spielte dann in einer offenen Garage weiter, großzügig darüber hinweg sehend, wie sehr die Wände den Schall weiter transportieren. Ich fürchte, da wird in Zukunft sicherlich das eine oder andere Zugeständnis seitens der Festlesbetreiber und zugunsten der Anwohner nötig sein. Nicht alle sind gleichermaßen von mittlerweile 3 „Feiertagen“ begeistert…

War es früher ein Fest im Viertel für die Bewohner, hat es sich mittlereweile immer mehr zu einem Besuchermagnet für viele von außerhalb entwickelt – nicht nur zur hellen Freude der direkten Anlieger. Auch wenn manche argumentieren, für ein Wochenende im Jahr könne man das doch mal aushalten – aber das sind dann eben fast nur die Leute, die nicht direkte Bewohner der Festmeile sind.

Heute, am Sonntag, war dann übrigens noch Flohmarkt und verkaufsoffener Sonntag. Welche Läden jetzt geöffnet hatten entzieht sich meiner Kenntnis. Und auch heute wunderte sich der eine oder die andere gar sehr, warum das Fest immer mehr in die Länge gezogen wird.

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