Heute morgen in der schönsten Morgensonne dachte ich mir, ich muss doch mal meine Erdbeerplantage und was hier sonst noch so wächst ablichten – bevor’s zu spät ist. Zu spät ist es nämlich spätestens dann, wenn ich mal 2-3 Tage am Stück vergesse zu gießen. Dann feiern die Pflänzchen das reinste Hangover und sehen gar nicht mehr so frisch aus wie jetzt. Aber hoffen wir einfach mal, dass ich immer rechtzeitig mit der Gießkanne zur Stelle bin und die Erdbeeren prall und saftig werden und nicht wie schrumpelige, alte Rosinen rumhängen.

Also, wenn ich vorstellen darf: Meine Erdbeerplantage mit drei verschiedenen Sorten von Erdbeeren – fragt mich nicht, welche. Das weiß ich nämlich auch nicht. Ich weiß nur, dass die einen niedrig wachsen, die anderen höher und sie in unterschiedlichen Zeitfenstern Früchte tragen. Natürlich mit dem Hintergedanken gepflanzt um möglichst bis Mitte Dezember reife Erdbeeren ernten zu können.

Dann hätten wir da noch den Basilikum, in dessen Hintergrund bereits der Schnittlauch blüht. Den habe ich jetzt nur noch zur Deko hier und damit die eine oder andere Biene mal ein bißchen Schnittlauchblütennektar süffeln kann. Wir haben hier nämlich eine Bienenauffangstation für abgestürzte Flieger, natürlich werden auch Hummelbrummeln aufgepäppelt und bekommen meist noch eine extra Portion Honig, damit sie sich wieder für den Weiterflug stärken können. Nur manchmal klappt das nicht so richtig und es scheint die Henkersmahlzeit zu sein. Aber lassen wir das…

Außerdem wächst hier noch die Minze, die gestern dann im Bulgursalat gelandet ist, wie ich hier bereits beschrieben habe. Diese Minze schmeckt so richtig schön scharf, da spart man sich wirklich den Kaugummi. Einfach Minzblätter kauen, dann nimmt man gleich das so gesunde Chlorophyll zu sich.

Seit Freitag habe ich von einer lieben Bekannten auch fünf schön gewachsene Tomatenpflanzen, die ich sobald ich demnächst die richtige Erde hier habe, in entsprechende Kübel setzen werde. Ich bin gespannt, wie die Ausbeute wird und ob man davon dann den ganzen Sommer über leben kann!

Und fürs Auge gibt es dann noch ein paar Geranientöpfchen, die lässig am Balkongeländer hängen und munter vor sich hinblühen. Insgesamt habe ich aber lieber Nutzpflanzen auf dem Balkon, weil es einfach mehr Spaß macht, das Zeug was man abzupft auch zu essen statt immer nur verwelkte Blüten zu entfernen!

Ach, die Erdbeeren hat Töchterlein vorhin geerntet, bevor wieder so ein großer schwarzer Vogel mit gelbem Schnabel kommt und die dicksten Früchte zerhackt und zum Dank auf die Erdbeerblätter kackt – oh, das reimt sich auch noch, und was sich reimt ist gut!

Vergangenen Sonntagmorgen kam Töchterlein in aller Herrgottsfrüh in mein Schlafzimmer gerannt und brüllte mich aus meinen Träumen „Komm schnell auf den Balkon, da ist ein Dieb!“ – Gesagt, getan – der Dieb war natürlich weg. Sie hatte ihn durch ihr Zimmerfenster beobachten können, wie er mit seinem gelben Schnabel ein Erdbeermassaker veranstaltete und ich staunte nicht schlecht, als ich die Reste der zerhackten Erdbeere sah nebst anderer Hinterlassenschaften. Aber wenigstens hat er keinen Regenwurm hier abgelegt…

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here