Neulich hatte ich mir über das Gutscheinportal GROUPON (Die besten Deals in Deiner Stadt bis zu 70% günstiger!)
einen Gutschein für einen „Ghostwalk“ durch Stuttgart gekauft. Ich wurde überhaupt durch dieses Angebot auf diese Art von Stadtführung aufmerksam, sonst wäre es vermutlich noch jahrelang an mir vorüber gegangen, ohne dass ich es bemerkt hätte.

Und gestern haben wir den Gutschein dann eingelöst, für mich auch mit dem Hintergedanken, ob das nicht mal eine gute und vor allem außergewöhnliche Idee für den nächsten Kindergeburtstag wäre. Nicht immer nur die üblichen harmlosen Veranstaltungen…

Das Wetter wurde gegen abend zur perfekten Kulisse für eine Geisterführung. War es tagsüber noch heiß und sonnig, so zog es sich später zu, dicke Wolken kamen auf, ein Gewitter schien sich zusammenzubrauen und immer wieder fegten stärkere Böen durch die Straßen – was will man mehr wenn man auf die Spur der Stuttgarter Geister kommen möchte!?

Wir fanden uns also wie auf der Geister-Webseite angegeben um 21:00 Uhr unter der Stuttgardia am Rathaus ein, Ecke Hirschstraße/Marktplatz. Bezahlt wird direkt vor Ort bei dieser dunklen Gestalt, die die Geisterführung durchführt und schon durch ihre Erscheinung beeindruckt – wehendes Haar, ein tiefschwarzer langer Umhang und ein archaischer Gehstock – ganz wie man es von einem Geisterführer oder einer Geisterführerin erwarten kann.

Die erste Geschichte unter der Stuttgardia beginnt auch nach dem Glockenschlag. Neunmal ertönt die Glocke vom Turm der Stiftskirche, dunkel und fast schon bedrohlich wirkt es im Zusammenspiel mit den Gewitterwolken, den Windböen und der düsteren Gestalt. Genau richtig um in Gruselstimmung zu kommen!

Wir erfahren von der Begebenheit in der Hirschgasse im Jahr 1761, als der hiesige Metzger Reuss, ein Säufer ohnegleichen, der regelmäßig seine Frau verprügelte, eines Tages aus Wut über deren Flucht fast die ganze Stadt abfackelte. 41 Häuser brannten nieder und 123 Familien verloren ihr gesamtes Hab und Gut, doch wie durch ein Wunder wurde kein Mensch verletzt oder starb bei dieser Katastrophe. Der Metzger jedoch kam in den Kerker und versuchte dort sich das Leben zu nehmen. Bevor er jedoch starb wurde er noch mit dem Kopf auf einem Kuhfell durch das ganze Viertel geschleift, zur Schau gestellt und vom Volk verspottet, bevor man ihn vor der Stadt unter dem Galgen verscharrte.

Nach dieser Schauergeschichte ging es direkt weiter zur Schulstraße, wo sich auch seltsame Begebenheiten zugetragen haben sollen, wie zum Beispiel die der drei berittenen Soldaten, die wie durch ein Wunder am Durchqueren der Schulstraße behindert wurden, weil sich ihre Pferde weigerten auch nur einen Schritt weiter zu gehen…

Vor der Stiftskirche erfahren wir von der weißen unheimlichen Frau, die stets erschien, wenn ein Mitglied der Königsfamilie im Sterben lag und was es mit diesem Geist auf sich hatte.

Die Geisterführung ging dann noch zur Markthalle und zum Alten Waisenhaus, hinüber in das Bohnenviertel und das Leonhardsviertel und endete dann am letzten Bauwerk der einstigen Stadtbefestigung, dem Schellenturm.

Dass der nächste Kindergeburtstag im Rahmen einer Geisterführung gefeiert wird, ist bereits beschlossene Sache! Auch als Stadtführung der anderen Art für Besucher in Stuttgart ist diese Führung absolut zu empfehlen. Mit Gruselgeschichten werden die Zuhörer sicherlich mehr gefesselt als mit sturen Fakten über Baujahr, Architekten, Bauherren und Bewohner der einzelnen Gebäude.

Wer gerne dabei sein möchte, der kann sich direkt auf der Webseite „Stuttgarter Geister“ informieren – ich kann es nur empfehlen!

Update 31.7.2012

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