Nicht bei mir, werden jetzt die meisten Leser vermutlich denken oder hoffen. Kakerlaken gehören nicht gerade zu den beliebtesten Hausbewohnern hierzulande. Wer sie hat, versucht normalerweise, diese hübschen Krabbeltierchen so schnell wie möglich wieder loszuwerden.

In manchen Ländern hingegen gehören die Küchenschaben einfach zum Interieur dazu. Man hat sich sozusagen mit ihnen arrangiert. Tagsüber wohnen die Menschen in der Behausung und nachts machen dann dafür die Cockroaches, wozu sie gerade aufgelegt sind. Zum Beispiel Speisereste futtern, Hautschüppchen abknabbern oder getrocknete Speichelreste zwischen Barthaaren entfernen.

Mit freundlicher Genehmigung veröffentlicht (c) L.O.P. 

Und macht der Bewohner dann das Licht an, dann verschwinden sie bestenfalls alle flugs in den Ritzen im Boden, in den Wänden und in den Möbeln. Ganz unbeliebt sind diese Krabbler in der Gastronomie oder in der lebensmittelherstellenden Branche. Wer sie hat, egal ob Gastwirt oder Bäcker, der sollte sie so schnell wie möglich wieder loswerden, sonst ist er womöglich bald seine Konzession los.

Dass diese Tierchen auch in gepflegtere Speisetempel immer mal wieder einmarschieren, ist ein offenes Geheimnis. Nur achten diese über regelmäßige Screenings viel besser darauf, ob sie sich einen Kakerlak gefangen haben und versuchen dann entsprechend rechtzeitig zu handeln, bevor Herr und Frau Kakerlak entschließen, sich hemmungslos zu vermehren. Deswegen dürfte in der gehobenen Gastronomie die Erscheinung so eines possierlichen Tierleins eher selten sein.

Hingegen in der gehobenen Hotelerie der USA muss man schon damit rechnen, auf dem Etagenflur, an der Strandbar oder im Hotelzimmer freundlich von einem Tierchen begrüßt zu werden. Ob das Lied „La Cuccaracha“ wohl dadurch entstanden ist, dass manche Leute beim Anblick dieser Viecher gleich so komische tanzähnliche Darbietungen geben und hüpfend, fuchtelnd und wedelnd versuchen, die Sechsbeiner zu verscheuchen und ihrer eigenen Angst Herr zu werden!? Mir jedenfalls sind im Hilton in Miami doch einige dieser Dinger begegnet, und zwar richtig große von gefühlten 7 cm Länge.

Wer jedoch so gar keine Berührungsängste mit den gemeinen Küchenschaben oder Kingsize Cockroaches hat, der kann sich diese possierlichen Tierchen ins traute Heim holen so sie den Weg dorthin noch nicht gefunden haben. Soeben habe ich nämlich im Rahmen einer ganz anderen Aktion die Entdeckung gemacht, dass man sich  für schlappe 21 Britische Pfund fünf Kakerläkchen zuschicken lassen kann. Das ist doch mal ’ne Sache, vor allem angesichts des nahenden Muttertages! Wieso immer tote Schnittblumen schenken, wenn man auch mal was lebendiges für die Küche versenden kann!?

Also, wer von dieser Idee begeistert ist und gerne 5 dieser reizenden Tierchen bestellen möchte, der kann das direkt hier erledigen!

 

3 KOMMENTARE

  1. *schüttel* Ich finde ja alles, was mehr als 4 Beine hat, extrem ekelhaft und würde kreischend wegrennen, sobald ich so ein Ding auch nur aus der Ferne erspähen würde. 🙂

  2. naja, kakerlaken finde ich auch nicht gerade süß, aber ne dicke brummelhummel, die auch sechs beine hat, finde ich durchaus possierlich 😉

  3. Schöner Artikel und wirklich aus dem Leben gegriffen. Meine schlimmsten Erfahrungen habe ich damit in Frankreich gemacht, in Hotels und in Restaurants der Großstädte. Für die war das damals alles normal und auch in Ordnung. Kein Wunder so gab es auch erst 1870 in Paris ein Gesetz, das man seinen Nachttopf nicht auf der Straße entleeren darf.

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