Jedes Jahr aufs neue freue ich mich schon auf die Erdbeer- und Spargelsaison. Im Frühjahr gehört es für mich einfach dazu, möglichst oft frischen Spargel mit neuen Kartoffeln zu genießen und zum Nachtisch Erdbeeren mit flüssiger Sahne. Sehr lecker und sehr gesund!

Früher als Kind mochte ich Spargel nicht so besonders, meine Schwester hatte gar die Marotte, stets nur die Köpfe zu essen und den Rest auf dem Teller liegen zu lassen. Mein Vater erbarmte sich dann und verzehrte die von uns Kindern verschmähten Spargelstangen bzw. die kopfamputierten Spargelreste. Schließlich ist es ein teures Gemüse, das man nicht einfach so entsorgen möchte…

Mittlerweile aber mögen wir alle Spargel, vermutlich haben wir uns allmählich an den Geschmack gewöhnt. Ich habe mal gelesen, man muss ein Nahrungsmittel nur ca. 16 mal verspeisen, dann gewöhnt man sich daran und empfindet es irgendwann als wohlschmeckend.

Den Spargel hole ich hier immer auf unserem Wochenmarkt, der dienstags, donnerstags und samstags stattfindet. Da ist er am frischesten und ich kann mich hier auf wirklich gute Qualität verlassen. Ich habe da so meinen Spezialstand auf dem Markt, direkt aus Bruchsal, wo es dann auch gleich die passenden Frühkartoffeln dazu gibt und natürlich auch die Zutaten für den Nachtisch: Erdbeeren.

Selbstverständlich kaufe ich den Spargel ungeschält, weil das Spargelschälen irgendwie auch eine lustige Angelegenheit werden kann. Hier habe ich schon einmal darüber geschrieben. Außerdem muss ich dann keine Bedenken haben, dass die elfenbeinfarbenen Stangen austrocknen bevor ich sie zubereiten kann. Meistens bereite ich den Spargel schon direkt am Tag des Einkaufs zu, morgens gestochen, abends gekochen – oder so ähnlich…

Meine favorisierte Art der Zubereitung: Spargel in reichlich gesalzenem Wasser mit etwas Zucker bissfest garen, nebenher die festkochenden Neuen Kartoffeln zubereiten und kurz vor Schluss eine ordentliche Portion Butter zerlaufen lassen, die man sich später über Spargel und Kartoffeln gießt. Mehr braucht’s für mich eigentlich nicht. Ich kann dann auch alleine gut und gern zwei Pfund Spargel verspeisen.

Hin und wieder gibt es auch gekochten oder rohen Schinken dazu, aber mehr wirklich nicht. Sehr klassisch und sehr einfach, nämlich einfach gut!

Manchmal mache ich auch aus weißem und grünem Spargel einen lauwarmen Spargelsalat. Dazu gehören außer gekochtem Spargel noch Radieschen, hartgekochte Eier, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln und Salz, Pfeffer, Essig und Öl. Das ganze am besten lauwarm genießen und ein frischen Baguette dazu…

Übrigens, bei Küchenatlas gibt es zum Thema Spargel gerade eine Blogparade. Da dürften noch ein paar andere interessante Blogbeiträge rund um das Frühlingsgemüse zusammen kommen! Einfach mal vorbeischauen und stöbern oder am besten gleich selbst mitmachen!

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