Wie einige meiner Leser sicherlich schon mitbekommen haben, lebe ich im Land der Viertelesschlotzer oder verständlicher ausgedrückt in einer Gegend, die für ihren Weinbau bekannt ist. Hier wachsen Trollinger und Riesling, die man im Viertelesglas in jeder schwäbischen Weinstube bekommt. Und hier wachsen auch die Beeren für erlesene Weine wie Sauvignon Blanc, Spätburgunder oder Zweigelt.

Ganz speziell im schönen Remstal befindet sich eine ausgewiesene Weinbauregion und natürlich auch die Remstalkellerei eG, eine Weingärtnergenossenschaft, die schon vor über 70 Jahren gegründet wurde und sich seither in ihrer Struktur dem sich wandelnden Zeitgeist entsprechend verändert hat.

Die Remstalkellerei eG hat sich unter anderem dadurch einen Namen gemacht, dass sie viele prämierte Weine in ihrem Portfolio aufweist, die immer wieder richtige Goldmedaillen-Abräumer bei Weinprämierungen sind. So zum Beispiel der Sauvignon Blanc, der mit 4 Goldauszeichnungen laut Weinbauverband Württemberg e. V. „der beste Württemberger“ ist.

Vergangene Woche erhielt ich von der Remstalkellerei eG ein Weinprobenpaket mit sechs hochwertigen Weinen aus dem Premiumanbau. Außerdem befanden sich in diesem Paket ein Katalog „Große Weinliste April 2012“, eine informative Broschüre über die Veranstaltungen im Jahr 2012 rund um das Thema Wein im Remstal und ein Flyer, der extra auf die Medaillengewinner unter den Weinen hinweist.

Zum Probieren gab es je eine 0,75 l Flasche folgender Weine:

  • 2011er Sauvignon Blanc QbA halbtrocken
  • 2010er Riesling *** QbA trocken
  • 2010er Spätburgunder Blanc de Noir ***QbA trocken
  • 2010er Trollinger *** QbA trocken
  • 2010er Samtrot *** QbA halbtrocken
  • 2009er Zweigelt im Barrique gereift QbA trocken

Auch wenn ich gerne Wein trinke und auch schon die eine oder andere fachlich professionell moderierte Weinprobe mitgemacht habe, so fehlt mir doch letztendlich das Vokabular, um mit der Beschreibung einer fachkundigen Leserschaft gerecht zu werden. Deswegen werde ich hier einfach in eigenen Worten wiedergeben, wie mir der jeweilige Wein geschmeckt hat.

Da wir in der Familie alle eher zum Rotwein tendieren als zum weißen, haben wir eben mit den hellen Sorten begonnen. Wichtig ist Brot und Wasser, damit man den Geschmack zwischen den einzelnen Weinsorten neutralisieren kann. Und natürlich muss man bei einer Weinprobe nicht von jeder Sorte ein ganzes Glas trinken. Ein kleines Gläschen reicht schon, um die verschiedenen Geschmacksrichtungen erkennen zu können und um am Ende der Weinprobe nicht völlig entspannt unterm Tisch zu liegen.

Angefangen haben wir mit dem Sauvignon Blanc, der für mich ein sehr süffiger Weißwein mit einer fruchtigen Note ist. Diesen Wein kann ich mir gut zu Meeresfrüchten und Fisch vorstellen, aber auch einfach als Begleitung zu Gemüse oder Salaten.

Anschließend probierten wir den Riesling, für mich der Wein, der mich an lange Sommerabende auf der Terrasse oder im Garten denken lässt. Schön trocken, aber trotzdem ausgewogen, passt er außerdem hervorragend zu meinem Lieblingssaisongemüse Spargel. Genau die Assoziation hatte ich, oder sollte ich hier  von einer Fata Morgana reden? Zum Riesling ein Pfund Spargel mit neuen Kartöffelchen an zerlaufener Butter und dazu ein schöner gekochter Schinken.

Danach gab es den Spätburgunder Blanc de Noir aus dem Premium-Weinbau, ein weiß gekelterter Wein aus einer blauen Traube der Rebsorte Spätburgunder. Meiner Meinung nach ein sehr edel schmeckender Wein, den ich mir gut zu vielen Speisen vorstellen kann. Eigentlich ein echter Allrounder, mit dem man fast immer auf der richtigen Seite ist.

Weiter ging es mit dem Trollinger, für einen Schwaben eigentlich so etwas ähnliches wie Muttermilch, also absolut bekannt und bewährt. Dieser Trollinger von der Remstalkellerei ist ein ganz besonders guter und könnte glatt meinem Lieblingstrollinger den Rang ablaufen. Zum Trollinger passen natürlich hervorragend landestypische Spezialitäten wie geschmelzte Maultaschen, Linsen mit Spätzle und Saiten oder auch saure Nierchen in Trollinger-Soße. Merke: man kippt immer den gleichen Wein in die Soße, den man auch später dazu trinken möchte!

Und ab jetzt kommen die sinnlichen Weine. Man soll ja immer mit den leichteren Weinen beginnen und sich so langsam zu den schweren Modellen vorarbeiten. Sonst ist man gleich am Anfang der Verkostung schon so begeistert, dass keine Steigerung mehr möglich ist.

Der Samtrot ist für mich schon ein sehr raffinierter Wein, nicht ganz trocken, sondern nur halb, aber mit einem wirklich vollen fruchtigen Geschmack, der mich an spätsommerliche Beeren erinnert. Einen Samtrot würde ich gar nicht zum Essen trinken, sondern danach. Oder stattdessen. Zum Beispiel wenn man vom Theater oder Ausgehen nach Hause kommt und den gelungenen Abend noch bei einem Glas Wein zu zweit ausklingen lassen möchte. Für mich ein echter Genießerwein!

Und als krönenden Abschluss gab es den Zweigelt im Barrique gereift. Auch der ist kein unbekannter für uns und speziell für mich ein absolutes Highlight. Dazu passen Kaminfeuer, schwere Ledersessel und schöne Weingläser aus Riedels Sommelier Serie. Der Zweigelt hat eine satte dunkle Farbe, man schmeckt das Aroma vom Eichenfass (Barrique), außerdem erinnert er mich an Weihnachten mit seinem runden Vanillegeschmack und einer leichten Zimtnote. Das ist ein Wein für beste Freunde und Abende mit angenehmer Stimmung und guten Gesprächen. Mein absoluter Favorit!

Übrigens findet man dieses Weinprobenpaket hier im Webshop, außerdem noch jede Menge anderer hochwertiger Weine und Wissenswertes rund um den Weinbau im Remstal.

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