Heute war mal wieder großer Designer-Day bei H&M, dieses Mal gab’s das italienische Fashion Label Marni im Angebot. Man konnte sich vorher ja schon online und über Printmedien informieren, was für Modelle in der Marni for H&M Kollektion angeboten werden.

Ich hatte vermutet, dass wie bei der letzten Aktion von Versace for H&M der Laden schon um 8 öffnen würde und war deswegen pünktlich kurz vor 9 Uhr dort. Alle anderen waren dann auch schon da, die Schlange ging gerade einmal quer über die Königstraße mit leichter Hundskurve und wurde auch immer länger. Sah aus wie 1945… Aber irgendwie erinnern mich die Marni-Klamotten auch an die Nachkriegsmodelle, die meine Oma aus der DDR als Kleiderschürzen und Einkaufsbeutel stets mit sich herumtrug…

Irgendwann so gegen 9:45 Uhr war ich dann endlich im Laden. Die Wartezeit war übrigens ganz lustig, auch wenn wir diesmal nicht mit Getränken aufs Haus bei Laune gehalten wurden. Immerhin waren 3-4 Frauen um mich herum, mit denen man sich nett amüsieren konnte.

Das absolut am meisten begehrte Kleidungsstück bei den Damen schien das Kleid mit den Punkten in den Farben Elfenbein, Cognac und Marine gewesen zu sein. Das war dann auch schon weg, als ich in den heiligen Hallen angekommen war, die übrigens gut von Security-Muskelpaketen bewacht wurden, damit ja keiner auf die Idee kommt, sich zwei oder mehr Exemplare vom gleichen Modell zu greifen.

Die Marni-Area innerhalb des Ladens war dann auch wie in einem Kunstmuseum mit entsprechenden Abschrankungen bestückt. Wie ich hörte, sollen gar bei manchen Filialen Hamburger Gitter zum Einsatz gekommen sein.

Insgesamt war das Publikum aber dann doch recht zivilisiert, viele gingen mit 4-5 großen gefüllten Tüten nachhause und H&M dürfte sich über einen guten Umsatz in den ersten 2-3 Morgenstunden gefreut haben. Verglichen mit dem Publikum der Versace-Aktion waren hier dann doch zum Teil etwas gesetztere Damen unterwegs, eben die, die dann eher klassisch-edle Mode bevorzugen.

Ich habe einen Shopper im Ethno-Muster ergattert. Von den noch vorhandenen Klamotten hat mich jetzt nichts so begeistert, dass ich es unbedingt hätte haben müssen. Das einzige, was mich noch interessiert hätte, war eben das Kleid mit den Punkten, was aber zu dem Zeitpunkt bereits ausverkauft war.

Versucht man jetzt direkt online zum Shop von H&M zu kommen, dann sieht man derzeit wieder eine vorgeschaltete Seite, die darauf hinweist, dass man in einer Schlange platziert wurde. Scheint vielleicht wieder ein entsprechender Ansturm auf die Seite zu sein – oder aber es wird hier mit künstlicher Verknappung als Marketinginstrument gearbeitet… wer weiß das schon!

 

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