Na, ich will Euch ja nicht langweilen, aber…

Die Butter von neulich war schnell aufgebraucht, also habe ich soeben die nächste Portion gemacht. Dieses Mal die doppelte Menge der Zutaten genommen, also zwei Becher Sahne statt einem und vier Esslöffel Sauerrahm statt zwei. Außerdem dachte ich mir, ich probiere es heute mal mit motorisierter Technik und nahm den Zauberstab statt im Einmachglas zu schütteln.

Das funktionierte ganz hervorragend, geht natürlich ein wenig schneller als ganz von Hand und ohne Strom und von der Menge her habe ich dieses Mal ein Reisschüsselchen fast bis zum Rand gestrichen voll bekommen. Das steht abgedeckt im Kühlschrank, damit der Inhalt fest wird.

Ich hatte ja heute schon richtige Lust semiprofessionell in die Butterproduktion einzusteigen. Eigentlich dachte ich, man kann bestimmt so eine Buttermühle oder handbetriebene Zentrifuge irgendwo in den Weiten des Internets finden. Ich stellte mir so ein Teil gläsern, mit Rührmechanismus im Inneren und mit Kurbel außen vor. Die Vorstellung war auch ziemlich gut, das einzige Problem war, dass man solche Teile nur als Antiquitäten zu bekommen scheint. Jedenfalls habe ich keine neue Buttermühle entdeckt und eine alte wollte ich nicht kaufen. Da habe ich so meine Vorurteile… (Anm. d. Verfassers: Mittlerweile gibt es die Buttermühlen oder -zentrifugen zu kaufen, siehe unten)

Also, falls jemand von Euch eine Idee hat oder genau weiß, wo man solche Dinger herbekommt, dann schreibt es mir doch bitte am besten ins Kommentarfeld. Danke schon mal!

Ich war nämlich außer in den Weiten des Internets auch bei uns in der City unterwegs und bin extra in die Haushaltswarengeschäfte gegangen die so ein bißchen „old school“ sind. Da bekommt man dann auch allerlei Zeug, was gar nicht mehr in die Designerkochwelten von heute passt. Aber so etwas hatten sie auch nicht. Dafür habe ich jetzt ein Milch-/Joghurt-/Käsethermometer und Starterkulturen für Joghurt. Ihr seht schon, es geht jetzt bald los hier. Bald stelle ich mir dann noch eine Kuh auf den Balkon.

Da fällt mir noch ein, dass ich ja auch noch ein ganz bestimmtes Butteraufbewahrungsgefäß kaufen wollte. Auch das gab es nirgends in der Stadt. Wo leben wir eigentlich? Ich wollte eine runde Porzellanbutterdose oder auch aus Keramik, deren Deckel wie ein zylinderförmiger Stopfen ist, den man mit der frischen handgemachten Butter befüllen kann, so lange sie noch weich ist. Dann stülpt man den Deckel auf die Dose, die etwas breiter als die zylindrische Butteraufbewahrung ist und in der Wasser zur Kühlung der Butter ist. Damit kann man nämlich die Butter außerhalb des Kühlschranks aufbewahren und durch Wasserkühlung frisch und gleichzeitig auch streichfähig halten. Im Internet wurde ich dann fündig.

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Das ist nämlich ein Unterschied zur gekauften Butter. Die lässt sich ja meistens auch direkt nach der Entnahme aus dem Kühler gut aufs Brot streichen. Die selbstgemachte Butter hingegen ist dann ein wenig spröde und lässt sich nicht so gut verteilen. Übrigens, in der selbstgemachten ist nur Sahne und Sauerrahm drin. Was macht dann die gekaufte Butter so geschmeidig???

Übrigens, ich hatte ein ganzes Glas leckere Buttermilch, die ich mit Gewürzsalz, Cayenne und schwarzem Pfeffer gewürzt getrunken habe. Sehr lecker!

3 KOMMENTARE

  1. Die Butter kannst du übrigens auch ohne den Sauerrahm machen. Funktioniert auch. Und die 10-15 Minuten schütteln sind nicht wirklich korrekt als Angabe. Gleichmässiges (beinahe rhythmisches) schütteln und die Sahne wird schnell zur Butter.

    Ich kenne es auch noch so, dass die Molke abgeschüttet, durch Leitungswasser ersetzt wird und nochmal geschüttelt. Das ganze wiederholt bis die Molke (bzw. dann das Wasser) klar bleibt).

  2. Hallo Mandy,

    danke für Deinen Kommentar. Bei mir hat das Schütteln im Glas wirklich eine halbe Stunde gedauert und meiner Meinung nach habe ich gleichmäßig und rythmisch geschüttelt ;-)… die Buttermilch habe ich dann natürlich auch abgeschüttet und dann so lange mit Wasser geklärt bis das Wasser klar blieb. Ich habe das jetzt nur nicht so Schritt für Schritt in meinem Blogpost niedergeschrieben.

    Liebe Grüße
    Sabine

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