Heute hatte ich mal wieder so landfräuliche Anwandlungen und wollte unbedingt etwas selbst machen. In diesem Fall wollte ich Butter machen, weil ich doch neulich so ein tolles Buch zur Rezension bekommen habe. Wer nicht erst meine Worte zum Buch lesen möchte, sondern gleich wissen will, wo es die tollen Rezepte für selbstgemachte Butter, aber auch für Käse und Quark gibt, der klickt hier.

Die Zutaten hatte ich in etwa zuhause, nämlich Sahne und saure Sahne. Und natürlich ein sauberes einigermaßen großes Schraubdeckelglas. In dieses habe ich dann den Becher Sahne zusammen mit zwei Esslöffeln saurer Sahne reingekippt, kurz verrührt und dann angefangen zu shaken… laut Buch mindestens 10-15 Minuten.

Nach einer Viertelstunde hatte ich zwar das Gefühl, als ob ein Klumpen im inneren des Glases entstanden sei, aber gesehen habe ich nichts, weil alles total weiß und voller aufgeschlagener Sahne war. Also mal kurz aufgeschraubt und reingeschaut und versucht, die entstandene Buttermilch abzugießen. Nur, das Zeug war so dickflüssig, dass es irgendwie keine Restflüssigkeit vom Butter machen sein konnte.

Also wieder zugeschraubt und weiter geschüttelt und geschüttelt und geschüttelt. Ich hatte so langsam den Eindruck, das Zeug wird fester und kurz darauf, ganz schlagartig, hatte ich auf einmal ziemlich dünne Flüssigkeit im Glas. Alles weiß versteht sich, so dass ich kaum erkennen konnte, was da drin tatsächlich statt fand.

Auf Verdacht noch eine Weile den Shaker gemimt und irgendwann sah ich doch am Glasboden tatsächlich gelbliche Klümpchen. BUTTER!!!! Nach einer angemessenen Weiterschüttelzeit habe ich dann die dünne Flüssigkeit in ein Trinkglas abgelassen und angefangen zu klären. Also kaltes Wasser ins Glas gießen und wegschütten, sobald dieses nach dem Schütteln milchig wird. Das macht man so lange bis das Wasser klar bleibt.

Mittlerweile hat mein gutes Kind die teuer hergestellte Buttermilch kurz probiert und dann heimlich weg gekippt. Dann spöttelte sie noch über meine Begeisterung wegen der selbst gemachten Butter, frei nach dem Motto, ob das denn jetzt die erste Butter sei, die ich je gesehen habe. Später aber meldete sie gleich Anspruch darauf an, morgen auf dem Schulvesper auf jeden Fall die selbst hergestellte Butter drauf zu haben…

Ich habe ein wenig von der Butter probiert und muss sagen, sie schmeckt hervorragend! So gute Butter bekommt man nicht im Laden, schon gleich gar nicht im Supermarkt. Die gute Butter eben!

Mal sehen, wie oft ich das jetzt machen werde…

Übrigens, mit folgendem Zubehör macht das Herstellen von Buttern mindestens noch dreimal mehr Spaß, vermute ich. Zumindest liebe ich diese Butterzentrifugen genauso wie die Holzförmchen oder die Keramikdosen, in denen man die Butter ohne Kühlschrank aufbewahren kann.

Muss ich doch demnächst gleich wieder in die Produktion einsteigen, dieses Mal aber richtig!

   

1 KOMMENTAR

  1. Wie obercool, das muss ich ausprobieren 😀
    Ich LIEBE es, so einfache Dinge selbst zu machen.
    Vor allem wenn sie dann noch tausendmal besser schmecken als gekauft. Euphoriiieee!

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