Gestern war mal ausgiebiger Bummeltag, zusammen mit meiner Mutter. Sie wollte sich eigentlich für den kommenden Winter, der ja wieder recht frisch werden soll, eine warme Jacke zulegen, also so etwas für Outdoor und so.

Sie hatte sich vorher schon mal umgeschaut und wollte dann gestern meine werte Meinung dazu hören, bevor sie irgend etwas kauft und ich das ganze dann mit drei geschickt platzierten Sätzen runter putze. Also lieber mal vorher die Meinung der Tochter hören. So ist es richtig…

Also gingen wir zuerst in Kaufhaus Nr. 1, fängt mit B an, ist am Marktplatz und gibt sich mittlerweile einen exquisiten Habitus. In die Jackenabteilung gestiefelt, zur besten Einkaufszeit am späten Vormittag. Die Abteilung ist sozusagen menschenleer, wenn man mal von uns beiden absieht und den drei gelangweilten Verkäuferinnen, die ihrer Langeweile mit interessanten Klatsch- und Tratschgeschichten Herr zu werden versuchen. Wir möchten da nicht stören und schleichen uns direkt zu den Klamottenständern, wo die besagten Outdoorjacken hängen.

Nachdem meine Mutter mir die drei zur Auswahl stehenden Modelle nahezu komplett vorgeführt hatte, bequemte sich dann mal so eine Verkäuferin her und fragte, ob sie helfen könne. Doch da war es leider schon zu spät, die fachkundige Beratung kam von mir und die Hilfe beim Anprobieren auch.

Die Jacken ließen wir dann erstmal hängen und schauten noch woanders, nämlich in einem Klamottenhaus mit den Initialen P und C. Ähnliche Situation. Die wenigen Verkäufer, die behilflich sein könnten, langweilen sich gegenseitig mit den neuesten Stories aus ihrem Privatleben und der Kunde darf komplett alles alleine machen. Ist das ein Ikea-Syndrom? Sind Verkaufsleute mittlerweile nur noch als Aufräum- und Einsortierpersonal einzusetzen? Oder woran liegt das?

Wenn die Leistungen des Verkaufspersonals gar nicht vorhanden sind, warum werden sie dann engagiert? Und warum bekommt nicht der Kunde einen entsprechenden Preisnachlass, wenn er sich komplett selbst bedient bzw. sich von mitgebrachten Freunden oder Verwandten beraten lässt?

Gerade in Häusern wie B oder P und C könnte man doch ein Mindestmaß an Beratung erwarten. Dass ich das nicht bei H und M oder C und A erwarte, versteht sich von selbst. Da ist es einfach nicht im Preis inbegriffen. Aber bei höherpreisigen Angeboten ist es absolut wünschenswert!

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