Seit geraumer Zeit schon liegt dieses Foto bei mir hier in der Schublade und bevor es komplett unaktuell ist, wollte ich doch noch mal kurz meinen Senf dazu abgeben.

Als ich diese Fassadenverkleidung entdeckte, war ich doch sehr erstaunt und überlegte mir, was das Stuttgarter Kaufhaus damit beabsichtigte. Sollte es nur ein Gag sein? Oder vielleicht eine Art Staubwand für Fassadenarbeiten? Oder vielleicht die Abdeckung von hässlichen Stellen auf der Fassade?

Vielleicht steckt auch etwas ganz anderes dahinter, so etwas wie beim Wolf im Schafspelz. Tarnen, täuschen und anschleichen. Oder tarnen, täuschen und anlocken. Keine Ahnung.

Mir kommt es so vor, als ob das Kaufhaus Breuninger seit seines totalen Imagewandels hin zum besonders noblen Kaufhaus immer leerer wird. Man kann selbst samstags ohne Probleme durchs Haus schlendern. Es ist einfach gerammelt leer. Mir persönlich ist das so ja viel angenehmer, weil einem dann nicht mehr so viele Leute im Weg stehen und man zügig durchs Gebäude kommt. Aber vielleicht ist es der Firma selber nicht so angenehm, wer weiß! Und deswegen haben sie sich vielleicht diese spießbürgerliche Fassadenverkleidung ausgedacht, damit zur Raumfüllung wenigstens wieder die auf Distanz gehaltenen Normalos reingehen, die keine Gucci-IT-Bag für knapp zweitausend Euronen kaufen möchten. Man verkleidet einfach die Fassade so, wie man sich vorstellt, wie die Stuttgarter Spießer so leben, mit Reihenbalkons in Wohnblöcken, garniert mit Geranien, Sonnenschirmen und gestreiften Markisen…

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