Seit geraumer Zeit fällt mir auf, dass hier in Stuttgart eine Straßenrallye stattfinden muss. Ich habe zwar noch keinen aktiven Teilnehmer gesehen, kann aber aufgrund der Hinweise, die sich allein in der Innenstadt täglich verdichten davon ausgehen, dass es viele Teilnehmer geben muss und dass es insgesamt ein abenteuerliches Spiel mit attraktiven Hauptpreisen sein muss.
Aufgrund der Hinweise, die ich so wahrnehme, gehe ich davon aus, dass die Spielregeln folgendermaßen sind:
1. Teilnehmen kann jeder, der eine gültige Fahrerlaubnis besitzt oder auch nicht.
2. Ziel ist es, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes möglichst viele Pfosten umzunieten, allerdings nicht so, dass sie gänzlich aus der Verankerung gerissen werden, sondern in eine flotte Schräglage kommen. Das verleiht dem Stadtbild ein dynamisch fortschrittliches Image.
3. Teilnehmen darf jeder, der ein Kfz zur Verfügung hat. Nur mit diesem dürfen die Pfosten in Schräglage gebracht werden. Fußgänger sind nicht zugelassen, aber es dürfen Pfosten in der Fußgängerzone anvisiert werden.

4. Erfolgreiche Rallye-Teilnehmer melden ihre getroffenen Pfosten den Spielleitern, die man an der grünen oder blauen Uniform erkennen kann. Große Pfosten bringen übrigens die doppelte Punktzahl und man kann sich direkt vom Spielleiter einen Sofortgewinn aushändigen lassen: ein Gutschein für einen zweiwöchigen Urlaub auf einer Verkehrsinsel.

5. Die Spielleiter nehmen die Daten der Teilnehmer auf und verleihen ihnen eine Kennziffer, um später gegebenenfalls den Gewinn zustellen zu können.
6. Außerdem werden die getroffenen Pfosten von den Spielleitern mit hübschen weiß-rot-gestreiften Bändern versehen, damit die anderen Rallye-Teilnehmer wissen, dass mit diesen Pfosten keine Punkte mehr zu holen sind.

7. Ist ein Pfosten einmal getroffen, darf er nicht erneut angefahren werden und in die Bewertung einfließen. Versuche, sich so Punkte zu erschleichen, haben die Disqualifizierung des Pfostens zur Folge, was man an den roten aufgesprühten Farbschlangen sehen kann.
8. Nicht erlaubt ist es, Betonpoller anzufahren. Die Teilnehmer, die sich auf Betonpoller einlassen, werden sofort disqualifiziert.

9. Außerdem ist auch nicht erlaubt, Pfosten einfach aus der Verankerung zu nehmen und auf den Boden zu legen. Auch das wird als versuchter Betrug gewertet und führt zur sofortigen Disqualifizierung sowohl vom Pfosten als auch vom Rallyeteilnehmer.

10. Wer nach Ablauf der Spielzeit die meisten Punkte gesammelt hat, bekommt zum einen die Ehrenauszeichnung „Vollpfosten des Jahres“ und außerdem eine Rolle mit 100 m Flatterband ausgehändigt.

Diese Aufnahmen habe ich übrigens im Zeitraum vom 26. April bis zum 6. Mai 2011 gemacht. Hochgerechnet dürften da im Laufe eines Monats noch viel mehr Pfosten erfolgreich umgenietet worden sein; genauere Statistiken liegen mir hier aber nicht vor. Vielleicht kann sich ja mal ein Rallyeteilnehmer zu Wort melden und im Kommentar mitteilen, wieviele Pfosten ein durchschnittlicher Spieler im Monat schafft!

 

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