Gestern war sozusagen der Launch der neuen Hop-on-hop-off-Sightseeing-Busse der Stuttgarter Straßenbahnen AG, kurz SSB. Alles klar? Nein? Ok, dann muss ich vielleicht doch etwas weiter ausholen.
 

Also, man kann ab sofort mit speziellen Bussen der SSB eine Tour durch Stuttgart buchen, indem man ein Ticket kauft (z. B. für Erwachsene 18 €), welches einen dann berechtigt, 24 h lang ab Entwertung mit einer bestimmten Buslinie durch Stuttgart zu kurven.

Da gibt es eine blaue Tour und eine rote. Innerhalb dieser 24 h kann man natürlich beide Touren machen und sich die interessantesten Sehenswürdigkeiten rauspicken, um diese vor Ort nochmal näher in Augenschein zu nehmen. Spätestens nach 1 h hält nämlich schon der nächste Bus und man kann die Tour fortsetzen und die nächste Attraktion ansteuern.

Eine Tour ohne Aussteigen dauert ungefähr 45 Minuten. Wenn man also 24 Stunden Zeit hat, könnte man sich erstmal einen Überblick verschaffen und eine Non-Stop-Tour auf der roten und blauen Route fahren und sich dann gewissenhaft notieren, wo man bei der nächsten Runde mal aussteigen möchte und z. B. das Schweinemuseum besichtigt oder vielleicht den Killesberg Park durchwandert.

Das mit dem Aussteigen haben wir probiert. Wir wollten ursprünglich den Chinesischen Garten näher anschauen. Die netten Info-Damen am Schlossplatz haben uns dann auch gesagt, wir müssten dazu an der Haltestelle „Helfferichstraße“ aussteigen. Also waren wir total auf diese Haltestelle programmiert. Aber dann kam’s: „Helfferichstraße“ war irgendwie die falsche Haltestelle und der Hinweis zum Chinesischen Garten kam erst kurz nachdem wir schon an der entsprechenden Haltestelle „Im Kaisemer“ vorbei gefahren waren. Für mich persönlich war es nicht so tragisch, nur das Töchterlein bekam auf einmal Überschwemmung in den Augen. Also schnell versprochen, dass wir dann eben beim World famoust TV-Tower aussteigen. Das hat dann auch geklappt. Dann war alles wieder gut.

Übrigens hat uns der nächste Bus dann auch ca. 1 h später wieder aufgepickt, obwohl wir nicht haargenau an der dafür vorgesehen Haltestelle standen, da diese auch nicht mit dem entsprechenden Erkennungszeichen ausgestattet war. Kurz einen Anranzer vom Fahrer kassiert – immer schön freunlich bleiben, gelle!? – und dann stehend weitergefahren und den letzten Abschnitt der Tour mit einem schwäbischen Sprecher vom Band mitgemacht.

Zur Sprachenauswahl stehen wohl deutsch, schwäbisch und dann noch ein paar andere Sprachen wie italienisch, englisch, spanisch und was-weiß-ichisch.

Erwähnen sollte ich noch, dass wir noch ein kleines, hübsches Büchlein bekommen haben mit dem netten Titel „Stuttgarts schönster Kreisverkehr“. In diesem Buch findet man eine kurze Beschreibung der einzelnen Sehenswürdigkeiten und kann auch anhand eines Diagramms genau mitverfolgen, wo man sich gerade befindet. Die sprachliche Begleitung und Erläuterung der Sehenswürdigkeiten war nicht immer unbedingt synchron mit der Route. Es konnte also durchaus sein, dass ein Hinweis, nach rechts oder links zu schauen sehr viel früher oder sehr viel später kam als das zu beschreibende Objekt an uns vorbei rauschte. Aber das bemerken ja nur die Einheimischen, den Touristen, die ja wohl hauptsächlich diese Tour buchen werden, wird das kaum auffallen.

Für Touristen ist das sicherlich eine gute Sache, auch wenn ich die Tourpreise etwas happig finde. Ein Erwachsenenticket für 18 €, ein Kinderticket für 9 €. Mehr Informationen gibt es hier direkt auf der Seite www.stuttgart-tour.de.

Die Fotos habe ich natürlich alle selber geknipst, und zwar so wie es sich für einen echten Touri gehört, direkt aus dem fahrenden Bus. Ausnahme: der Fernsehturm und die Bushaltestelle am Schlossplatz.

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