Aus welchen Kartoffeln ich die allerbesten Bratkartoffeln mache und warum es manchmal besser ist, alte Kartoffeln wieder aufzubereiten statt sie zu entsorgen. Wo die besten Kartoffeln wachsen und welches „Pulverfass“ sich direkt daneben befindet.

Während unser Mittagessen auf dem Herd brutzelt, bin ich mal eben unter die Kochblogger gegangen und schreibe zur Abwechslung mal einen Foodblog. Hoffentlich passiert mir dann nicht das gleiche wie vor einer Woche: Während das Essen auf dem Herd steht und ich hier seelenruhig vor mich hinblogge, ist der blöde Kochbeutelreis unten am Topf angebloggt …äh … angebäbbt – mit dem Beutel natürlich und das Wasser war dann auch noch weg und Resultat war, dass die Wohnung stank und der Topf schwarz war.

Aber es ist glücklicherweise nicht mehr passiert und den Topf konnte ich auch retten. Nach einer Woche schrubben waren die verkohlten Stellen wieder sauber. Den Reis konnte ich selbstverständlich nicht mehr anbieten.

So. Das zum Kochen und Bloggen von letzter Woche. Und nun zum aktuellen Mittagessen. Der aufmerksame Leser wird sich sicherlich noch an unsere Ostereier von vorgestern erinnern, nicht nur an ihr Design, sondern auch an den prima Aufenthaltsort, wo sie supergut getarnt waren, nämlich hier:

Die neuen Kartoffeln sind die Ostereier

Wie man sieht haben diese Kartoffeln eine schnelle Verarbeitung und eine zuvor durchgeführte Frischzellenkur bitter nötig. Da diese Kartoffeln eine sehr wohlschmeckende Sorte aus Lauffen am Neckar sind, waren sie mir zu schade zum entsorgen, sie schmecken nämlich alt trotzdem noch besser als die Supermarktware. Also habe ich mal geschaut wie man Kartoffeln wieder auffrischt und siehe da, es hat geklappt. Ich habe sie einfach ein paar Stunden in kaltes Wasser gelegt und sie waren fast wieder wie neu! Muss ich heute abend mal mit mir selber probieren, vielleicht wirkt das da auch gegen die eine oder andere Schrumpelfalte.

Anschließend habe ich die Kartoffeln geschält, in kleine Würfel geschnitten und in ordentlich Butterschmalz mit einem guten Schuss Olivenöl angebraten. Naja, fertig sind sie noch nicht, aber bald. Rohe Kartoffeln brauchen eben immer etwas länger, dafür schmecken die Röstkartoffeln daraus besser als aus gekochten. Vorhin habe ich noch eine kleingehackte Zwiebel drüber gegeben und wenn ich Lust habe, schmeiße ich noch ein paar rohe Eier drüber. Vielleicht auch nicht, Eier haben wir ja genügend gegessen. Aber bevor ich’s vergesse: Kümmel, Salz und Pfeffer müssen auf jeden Fall drauf…

Noch halb roh, aber riecht schon ziemlich gut

Übrigens, Lauffen am Neckar ist eine Kartoffelhochburg. Der Boden dort ist so ideal für den Erdäpfelanbau, dass man von dort die schmackhaftesten Exemplare bekommt. Finde ich zumindest. Lauffen a. N. liegt unweit vom Kernkraftwerk Neckarwestheim entfernt, wo gestern anlässlich des 25. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl eine AntiAtomDemo stattfand.

Spätestens hier muss ich mich beherrschen, dass ich nicht die Kartoffeln direkt aus der Pfanne futtere

Und noch etwas zu den Lauffener Kartoffeln. Nein, sie sind nicht vom Kartoffelmann, der hier immer samstags bimmelnd durch die Straßen fährt und „Kartoffla, Oier, Salaaad“ anbietet. Sie sind direkt vom Bauern vor Ort und von absolut bester Qualität!

PS: Mittlerweile sind die Bratkartoffeln alle weg. Wir haben schön zusammen auf dem Balkon gegessen und die Bratkartoffeln zusammen mit Gurkensalat verspeist. Einfach, aber lecker! Übrigens ohne Ei.

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