Jetzt ist eine Woche vergangen seitdem Japan von dem verheerenden Erdbeben, dem darauf folgenden Tsunami und der ständigen Angst vor gesundheitsschädlicher Strahlenbelastung durch die stark beschädigten Atommeiler um Fukushima heimgesucht wurde. Die Situation rund um die beschädigten Kernkraftwerke scheint bis jetzt noch nicht so gelöst zu sein, dass man beruhigt aufatmen könnte.

Ungefähr eine halbe Million Menschen wurde durch diese Katastrophe obdachlos, mehrere tausend Menschen mussten ihr Leben lassen und diejenigen, die zwar keinen direkten materiellen oder gesundheitlichen Schaden erlitten haben, leben jetzt mit der Angst vor der Strahlenbelastung.

Die Menschen, die in Notunterkünften untergebracht sind, haben teilweise nicht genug Kleidung um sich gegen die derzeitig kalte Witterung im Norden der Insel Honshu zu schützen, Heizung und Strom funktionieren nicht zuverlässig und die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs ist im Katastrophengebiet momentan noch nicht gewährleistet.

Über Facebook, e-Mail, Blogs und andere Medien habe ich jetzt diverse Möglichkeiten ausfindig gemacht, wie der japanischen Bevölkerung geholfen werden kann.

Geldspenden

Zu allererst möchte ich die Aktion Deutschland Hilft nennen: Gemeinsam für Menschen in Not! Hier sind unter einem Dach zehn renommierte Organisationen zu finden, die in dieser Form schon seit 2001 schnelle Hilfe für katastrophengeplagte Menschen leisten. Mit dem Aufruf Helfen Sie jetzt – Mit Ihrer Spende. sammelt die Organisation Geld, um dann vor Ort effektive Hilfe leisten zu können. Aktion Deutschland Hilft – Das Bündnis der Hilfsorganisationen wurde übrigens 2008 erstmals mit dem DZI-Spendensiegel ausgezeichnet, das für eine sparsame Haushaltsführung und eine transparente und ordnungsgemäße Verwendung der Spenden steht. Übrigens, jeder Betrag hilft. Gleichgültig ob jemand 5 €, 50 € oder 500 € spenden kann, jede Hilfe ist willkommen!

Sachspenden

Heute erhielt ich per e-Mail einen sehr speziellen Spendenaufruf, der sich in erster Linie an „stichelnde QuilterInnen“ richtete. Eine Redakteurin eines japanischem Magazins zum Thema Quilten (wattierte Patchworkdecken nähen) schickte an eine deutsche Quilterin in Freiburg die Bitte, man möge neue bzw. ungebrauchte Quilts nach Japan spenden, die man vielleicht nicht mehr benötigt. Soviel ich weiß quilten Quilterinnen immer so viele Decken, dass irgendwann mal die Schränke bersten. Insofern ist diese Idee doch ganz gut, wenn man die überflüssigen Decken denen zur Verfügung stellt, die sie jetzt wirklich brauchen können. Kontaktpersonen sind Monika Schiwy in Freiburg oder Ursula Schultz-Schwanitz in Stuttgart.

Wohnraum

Inwiefern diese Idee tatsächlich umgesetzt werden kann, vermag ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu beurteilen. Aber die Idee an sich erscheint mir gut und richtig, nämlich Menschen aus Japan eine Zuflucht anzubieten, damit sie sich nicht gesundheitsgefährdender Strahlung aussetzen müssen. Hierzu erhielt ich einen Aufruf über Facebook, an welchen auch gleich eine Website gekoppelt war mit einer kurzen Erläuterung der Idee und der Möglichkeit, sich als Anbieter von Wohnraum in eine Liste eintragen zu können. Ob das jedoch tatsächlich angenommen und umgesetzt wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beurteilen. Hier findet man jedenfalls die Homepage mit dem entsprechenden Aufruf.

Charity

In vielen deutschen Städten finden in nächster Zeit Wohltätigkeitsveranstaltungen statt, deren Erlös den Menschen in Japan helfen soll. Wer also gleichzeitig sich selbst und anderen etwas Gutes tun möchte, der kann beispielsweise ein entsprechendes Benefizkonzert besuchen. Für Stuttgart kann ich hier die Veranstaltung am 23. März 2011 um 20:00 Uhr in der Liederhalle (Beethovensaal) empfehlen. Das Radio-Sinfonierorchester Stuttgart, die Stuttgarter Philharmoniker, das Stuttgarter Kammerorchester und das Staatsorchester Stuttgart geben ein Benefizkonzert unter der Leitung von Andrey Boreyko, Wolfram Christ und Stefan Vladar. Gespielt werden unter anderem Werke von W. A. Mozart, Franz Schubert und Mendelssohn-Bartholdy, die Karten kosten zwischen 15 und 40 Euro. Alle Einnahmen sollen den Opfern der Katastrophe in Japan zugute kommen.

Und wie sieht meine Hilfe für Japan aus? Ich habe gleich vergangenen Sonntag Geld gespendet und werde jetzt noch versuchen, Karten für das Konzert zu bekommen.

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