Gestern abend habe ich noch ein wenig in dem Blog „Brezel.me – Stories From Stuttgart-City“ gestöbert und bin dabei auf eine amüsante Geschichte von Dora Asemwald gestoßen. Ich saß also breit grinsend vor dem Notebook und habe meinen sämtlichen Facebookfreunden noch mitgeteilt, dass mir diese Geschichte gefällt.

Heute vormittag dachte ich, wir sollten mal einen kleinen Rundgang durchs Revier machen, vielleicht so ungefähr bis zum Hauptbahnhof, je nachdem wie weit einen die Füße tragen bzw. wann einen die Mittagshitze dann wieder nachhause zwingt. Nichtsahnend, aber mit Fotoapparat bewaffnet, gingen Tochter und ich den schattigsten Weg in die City – und der führte uns heute an der Feuerwache 1 vorbei geradewegs ins Rotlichtviertel.

Und als ich vor jenem Laden stand, den ich übrigens auch vorher schon oft bewundert habe, musste ich natürlich gleich wieder grinsen über diese unglaubliche Auslage in den Schaufenstern. Das muss einfach für die Nachwelt konserviert werden. So etwas sieht man nicht täglich!

Selbst meine Tochter fragte mich ganz ungläubig, ob denn DIESE Bücher noch verkauft werden. Nicht nur, dass sie für den von Dora Asemwald beschriebenen Langzeittest unter Rotlichtbedingungen eingesetzt werden und dadurch die eine oder andere Farbe sich langsam von dannen schleicht, nein, gleichzeitig scheint auch eine Messung des mittleren Staubwachstumswertes innerhalb von 3 – 5 Dekaden stattzufinden.

Beim Betrachten dieser Auslagen drängt sich mir natürlich unweigerlich der Gedanke auf, ob der Geschäftsinhaber vielleicht genauso staubig in einer dunklen Ecke seines Ladens sitzt und seit Jahrzehnten auf einen Kunden wartet…

Ich hoffe, dass uns dieser Laden noch lange erhalten bleibt!

1 KOMMENTAR

  1. So weit ich mich erinnern kann erzählte mir mal jemand der Laden gehöre einer alten Dame die ihn nicht vermieten möchte. Möge sie lange leben oder den Laden mir sehr günstig vermieten!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here