Vorgestern war Preisverleihung für die schönste Sandskulptur, die in einem Bereich des Höhenpark Killesberg in Stuttgart zu betrachten ist. Welche jetzt den Preis der schönsten Skulptur gewonnen hat konnte ich heute leider nicht entdecken, dazu war es zu voll, zu sonnig, zu heiß.

Dafür habe ich einige der Skulpturen fotografiert, die in der Zeit zwischen dem 9. und 21. Mai 2010 von verschiedenen Künstlern geschaffen wurden – meist während recht feuchten Witterungsbedingungen. Diese Künstler haben ohne Frage hier eine großartige Leistung erbracht, ich war sehr beeindruckt, wie man 500 Tonnen Sand dermaßen in Form bringen kann. Sonst kennt man ja eher Vatis Sandburgen an der Riviera, doch was man hier zu sehen bekommt, das sind richtige Monumente!

Genau daran, an den oft eingesetzten Monumentalismus in Propaganda-Architektur und -Bildhauerei erinnerte mich die ganze Ausstellung. Spätestens nach der dritten Skulptur zum Thema „Stuttgart 21“ ließ mich hier dieses schale Gefühl nicht mehr los, dass hier ein bißchen Gehirnwäsche zugunsten des umstrittensten Bauprojekt Stuttgarts betrieben werden soll.

Fazit: Die Skulpturen an sich sind absolut sehenswert und geben auch gute Motive für Fotos ab, aber man sollte doch im Hinterkopf behalten, dass der offensichtliche Sinn und Zweck der Aktion ist, den Bürgern Stuttgart 21 positiv näher zu bringen.

Mehr Informationen zu den einzelnen Künstlern und zur Ausstellung findet man unter www.sandwelten2010.de.

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