Als ich mich heute auf den Weg machte um Töchterlein vom Kindergarten abzuholen, begegnete mir doch prompt eine Frau aus dem Viertel, die ich flüchtig kenne. Eigentlich wollte sie erst in eine andere Richtung laufen, doch als sie mich sah, überlegte sie sich’s wohl noch einmal und steuerte direkt auf mich zu.

Auf halbem Wege, mitten auf dem Zebrastreifen, trafen wir aufeinander und sie fragte mich, ob das Absicht war, dass ich gestern abend im Fernsehen gekommen sei. Ich schaute erstmal leicht verdutzt, dann fiel mir mein Interview von vorgestern wieder ein, zum 24-jährigen Jahrestag des Reaktorunfalls in Tschernobyl. Da wurden doch tatsächlich meine etwas flapsigen Äußerungen zum damaligen Unfall und meine daraus resultierenden Befürchtungen gesendet. Es war natürlich nicht nur flapsig, aber meine erste Antwort auf die Frage, ob ich mich noch daran erinnern könne, was mir damals durch den Kopf ging, war, dass ich in der Sonne gelegen habe und gedacht hatte, hoffentlich werde ich jetzt nicht komplett verstrahlt – gleich nach meiner Äußerung fiel mir die Doppeldeutigkeit auf, die man auch als Ironie hätte interpretieren können.

Jetzt habe ich recherchiert, ob ich den Videoclip über die Homepage vom Sender sehen kann, aber leider habe ich nichts gefunden.

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