Seit einiger Zeit bin ich leicht dem Brotbackwahn verfallen. Naja, von Wahn kann man vielleicht noch nicht sprechen, aber es macht wahnsinnig Spaß, vor allem, wenn auch noch ein genießbares Produkt dabei herauskommt. Außerdem ist es eine gute Beschäftigung, wenn es draußen Minusgrade hat und man trotz aufgedrehter Heizung eine kalte Nasenspitze und noch kältere Füße hat.

Neulich habe ich mir ein Brotbackbuch gekauft, nämlich folgendes:

In diesem fand ich dann ein Rezept, was genau richtig für den heutigen Tag war und wofür ich auch die entsprechenden Zutaten zuhause hatte, nämlich „Bostoner Dachziegelbrot“. Der Name hört sich schon ganz lustig an und man muss wirklich kein Dachdecker sein, um dieses Brot backen zu können, aber ein Nachteil wird es auch nicht sein, weil dann vielleicht die Optik besser stimmt als bei meinem Versuch. Ich habe das Rezept ein klein wenig nach meinen Bedürfnissen verändert, einfach deswegen, weil ich nicht exakt die Zutaten hatte wie angegeben bzw. einen Arbeitsschritt überlesen habe.

Meine Zutaten:

300 g Weizenvollkornmehl Type 1050
200 g Weizenmehl Type 405
250 ml Milch
2 TL Salz
125 g Butter
1 EL Zucker
1 Würfel frische Hefe (42 g)
Mehl zum Arbeiten
etwas flüssige Butter zum Bestreichen des Brotes

Zubereitung:

Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen. Die Milch mit der Butter erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist, dann den Zucker darin auflösen und diese Mischung auf Handwärme abkühlen lassen. Die Hefe in die Milch-Butter-Mischung bröseln und solange rühren, bis sich diese aufgelöst hat.

Jetzt nach und nach diese Flüssigkeit in das Mehl geben und mit dem Rührgerät kräftig durchkneten. Zum Schluss nochmal mit der Hand durchkneten und zu einer Kugel formen und zugedeckt ungefähr 60 Minuten gehen lassen. Die Kugel hat sich danach mindestens verdoppelt, bei mir wollte sie gar aus der Schüssel kriechen.

Nun die Arbeitsfläche leicht einmehlen und den Teig darauf fingerdick ausrollen. Dann die Teigplatte in ca. 5 cm breite Streifen schneiden und anschließend schräg in Rauten.

Der Ofen wird auf 230° C vorgeheizt, währenddessen legt man die Rauten auf dem mit Backpapier ausgeschlagenen Backblech schuppenförmig übereinander, so ähnlich wie Dachziegel. Das ganze auch noch im Kreis herum, bei mir wurde es ein leicht schiefes Oval, was aber keinesfalls geschmacksbeeinträchtigend ist.

Dieses Gebilde nochmal mit einem feuchten Tuch abgedeckt 30 min gehen lassen, anschließend die Oberfläche mit der zerlaufenen Butter bepinseln und ab damit in den Ofen. Nach ca. 25 min dürfte das Brot fertig sein. Erst ein bißchen im Ofen auskühlen lassen, anschließend vorsichtig auf ein Kuchengitter bugsieren, damit es vollends erkalten kann.

Wir haben es noch lauwarm mit guter Butter und noch besserer Aprikosenmarmelade zum Nachmittagskaffee genossen… Sehr lecker!

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