Mutterglück oder das, was man sich normalerweise darunter vorstellt, ist sicherlich je nach Mutter und je nach Kind was ganz verschiedenes.

Aus alten Filmen kenne ich das so – und ich kenne wirklich alte Filme: Die Mutter oder idealerweise Mutter und Vater stehen am Bettchen des schlafenden Kindes, streicheln selbiges über das Haupthaar und lächeln sich danach gegenseitig annähernd grenzdebil (dieses Wort moniert mein Rechtschreibprogramm, aber ich ignoriere diese Ermahnung jetzt einfach) an. So weit, so gut. Das ist Film, Bavaria, Hollywood oder Bollywood.

Realität:

Mutter geht nachts um halb eins nochmal kurz in Richtung Kinderzimmer, schaut, wie ihr Kind selig schläft und vor sich hin träumt. Nur ein Fuß schaut unter der Decke raus, außer natürlich dem Kopf, der auf der Decke liegt bzw. oberhalb der Decke raus schaut.

Mutter streichelt mit grenzdebilem Lächeln das Haupthaar ihres Kindes und lächelt – ein ehrliches Lächeln, wirklich. Kind bewegt sich und brabbelt irgendwas. Sehr süß, Mutter ist noch beglückter.

Jetzt denkt Mutter, sie muss den aufgedeckten Fuß des selig schlummernden und fantasievoll brabbelnden Kindes vor den frostigen Temperaturen schützen und zieht die Bettdecke über den einen Fuß. Kind bewegt sich heftigst und strampelt sich die ganze Decke vom Leib und brabbelt leicht aufgeregt. Ich möchte nicht wissen, was es da geträumt hat.

Letztlich gelingt es der Mutter, das Kindelein komplett – bis auf den Kopf natürlich – unter der Bettdecke verschwinden zu lassen – aber nicht ohne dass das Kind sich vorher 360 mal aufdeckt. Mutterglück!

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