Ein Gemälde, das mir besonders am Herzen liegt: „Kuh im Zillertal“ von Wal Kawazki. Der Künstler, der auch die Installation des Titelbildes arrangiert hat (fotografiert von mir), wird unter Kennern als einer der geheimsten Tipps gehandelt. Man sieht großes Potential, nicht allein in der Entwicklung, sondern insbesondere in der Wertsteigerung. Schon heute darf man für ein Original einiges berappen, wenn man zum engsten Kreise der Kawazki-Sammler dazugehören möchte.

Die Symbolik, die Farben und der umwerfende Humor machen speziell dieses Bild zu einem absoluten Liebhaberstück. Die Kuh symbolisiert hier die Mutter – oder gar frei nach Freud die Übermutter mit ihrem Euter und den doppelten Andockstellen. Die Fischlein, drei an der Zahl, dürfen in diesem Zusammenhang wohl als die Kinder der Übermutter angesehen werden. Man spürt förmlich, wie die Kuh vor lauter Mutterinstinkt fast in den Teich rast, was nicht zuletzt ein Hinweis darauf sein könnte, das letztlich der Instinkt stärker als die Ratio ist.

Im Hintergrund sehen wir inmitten des weiß glitzernden Schnees eine gemütliche alpine Holzhütte, die natürlich auch wieder einen Hinweis darauf gibt, wie sehr das Gefühl der Geborgenheit und des Aufgehobenseins letztlich von der Mütterlichkeit der Übermutter abhängt. Auch hier haben wir ein wunderschönes Interpretationsfeld, das man fast schon als C.-G.-Jung’scher Natur bezeichnen darf.

Alles in allem: ein Meisterquark und eine museale Kostbarkeit ist uns hier begegnet. Wir dürfen gespannt sein und werden auf jeden Fall am Ball bleiben!

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